Bundesrat Burkhalter besucht Projekte in Litauen und Lettland

Artikel, 02.08.2013

Bundesrat Didier Burkhalter reiste vom 29. Juli bis 1. August 2013 für Arbeitsgespräche nach Litauen und Lettland. Unter anderem besuchte er zwei Projekte, die die Schweiz im Rahmen des Erweiterungsbeitrags unterstützt.

Bundesrat Didier Burkhalter in der Kinderklinik
In Litauen besuchte Bundesrat Didier Burkhalter die Kinderklinik in Vilnius © SECO

Gesundheit von Mutter und Kind in Vilnius

In Litauen besuchte Bundesrat Didier Burkhalter die Kinderklinik in Vilnius. Die Schweiz trägt in Litauen mit dem Erweiterungsbeitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für gebärende Frauen und Neugeborene bei. In den Geburtsabteilungen von mehr als 20 Spitälern fördert sie die Weiterbildung des Gesundheitspersonals, die Modernisierung der medizinischen Ausrüstung und die Erhöhung der Energieeffizienz:

• Im August 2013 erfolgt in der Kinderklinik Vilnius die Installation erster neuer medizinischer Geräte. Das Gesundheitspersonal erhält bis 2016 mehrere Schulungen in der Anwendung der modernen Technologien. Auch eine umfassende Datenbank mit Patientendaten ist derzeit im Aufbau.

• Um die Energieeffizienz und das Raumklima zu verbessern, modernisiert Litauen mit der Schweizer Unterstützung das Belüftungssystem, die medizinischen Sauerstoffversorgungsanlagen und die Energieversorgung der Kinderklinik. Dazu gehört die Installation energiesparender LED-Lampen. Momentan laufen die für die Umsetzung des Projekts notwendigen Ausschreibungen der Bau- und Lieferaufträge.

Projektbeschrieb (PDF, Anzahl Seiten 52, 491.6 kB, Deutsch)

Entsorgung von Altlasten im Industriehafen Rigas

In Lettland stand ein Besuch des verschmutzten Gebiets im Industriehafen Rigas auf dem Programm. Die sowjetische Armee nutzte das sogenannte Sarkandaugava-Gebiet im 20. Jahrhundert für den Transport und die Lagerung von Erdölprodukten, was die Umwelt und die Gesundheit der Anwohner stark belastet. Dank dem Schweizer Beitrag kann Lettland diese Altlasten entsorgen, indem die schwimmenden Ölschichten abgepumpt und die restliche Kontamination im Bodenmaterial mit mikrobiologischen Methoden abgebaut werden. Mit der Sanierung wollen Lettland und die Schweiz die Wasser- und Bodenqualität verbessern und verhindern, dass Erdölprodukte in den Fluss Daugava und später in die Ostsee gelangen.

Zur Zeit befindet sich das Projekt in einer Pilotphase: eine Firma ist beauftragt, das Ausmass der Verschmutzung und die Sanierungsmethoden näher zu bestimmen. Mit der Überwachung und Beratung während den Sanierungsarbeiten wurde eine Schweizer Firma beauftragt.