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Veröffentlicht am 11. September 2026

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Libanon

Die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Libanon sind traditionell gut und wurden in den letzten Jahren intensiviert. Der Fokus liegt auf der Förderung des politischen Dialogs, der Unterstützung an entwicklungsrelevante Reformen, der humanitären Hilfe, der Unterstützung der lokalen Behörden im Bereich der Menschenrechte, des Friedens und der Rechtstaatlichkeit und der Zusammenarbeit im Bereich Migration.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Im Vordergrund der bilateralen Beziehungen stehen die Förderung des politischen Dialogs, die Unterstützung an entwicklungsrelevante Reformen, die humanitären Hilfe , sowie die Zusammenarbeit in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit, Friedensförderung und Migration.

Datenbank Staatsverträge

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Der Libanon ist mit einem Warenhandelsvolumen von 2,2 Milliarden Franken (2025) der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz im Mittleren Osten. Diese Position ist auf den Goldhandel zurückzuführen. Zwischen den beiden Ländern bestehen ein Investitionsschutzabkommen (2001) und ein Freihandelsabkommen (2007, über die EFTA).

Ländercockpit, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise SGE

Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation

Zwischen Hochschuleinrichtungen der Schweiz und des Libanons gibt es verschiedene Partnerschaften und Kooperationsabkommen in unterschiedlichen Bereichen wie etwa Ingenieurwesen, Hotelmanagement oder Spitalpflege. Die Schweiz ist eine sehr beliebte Destination für libanesische Studierende.

Forschende und Kulturschaffende aus Libanon können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.

Bundes-Exzellenz-Stipendium für ausländische Forschende und Kulturschaffende SBFI

Junge Berufsleute, Staatssekretariat für Migration SEM

Friedensförderung und menschliche Sicherheit

Die Schweiz unterstützt im Libanon Dialoge mit allen Gesprächspartnern zur Lösung von Krisen und Konflikten sowie zur Vergangenheitsbewältigung und Versöhnung.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Das regionale Kooperationsprogramm Syrien und Nachbarländer 2026–2029 umfasst die fünf Länder Syrien, Jordanien, Libanon, Irak sowie die Türkei und gliedert sich in vier Prioritäten: Menschliche Entwicklung, Klima und Umwelt, Wirtschaftsentwicklung, sowie Frieden und Gouvernanz. Für die Umsetzungsperiode ist ein Budget von rund 243 Millionen Franken vorgesehen. Im Rahmen des Kooperationsprogramms verfolgt die Schweiz einen integrierten Ansatz, der humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung verbindet. Damit trägt sie dazu bei, besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen zu schützen, akute Not zu lindern und gleichzeitig Grundlagen für langfristige Stabilität und Entwicklung zu schaffen.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Kulturaustausch

Die Schweiz und Libanon pflegen einen intensiven Kulturaustausch. Die gemeinsame französische Sprache ist ein wichtiges Vehikel. Die Schweiz nimmt jedes Jahr an der französischen Buchmesse in Beirut teil. Ebenso engagiert sich die Schweiz an den Festlichkeiten für den Tag der Frankophonie und an der Woche der italienischen Sprache («Settimana della Lingua Italiana nel Mondo»). Der Austausch von bildenden Künstlerinnen und Künstlern und Musikerinnen und Musikern wird ebenfalls gefördert. Zudem nimmt die Schweiz jedes Jahr am europäischen Filmfestival in Libanon teil.

Schweizerinnen und Schweizer in Libanon

Ende 2025 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 883 Schweizerinnen und Schweizer in Libanon.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Unter französischem Protektorat wurde 1920 «Gross-Libanon» gegründet. Die Schweiz eröffnete 1934 ein Konsulat in Beirut. 1943 erlangte Libanon die Unabhängigkeit. Das Konsulat wurde 1949 in eine Gesandtschaft und 1958 in eine Botschaft umgewandelt.

Seit 1948 unterstützt der Bund über die UNO und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz die Palästinaflüchtlinge und andere Opfer von Gewalt in der Region. Obwohl die Schweizer Botschaft während des Bürgerkriegs mehrmals vorübergehend geschlossen worden war (insbesondere seit 1988 und in 1995 wiedereröffnet), bot die Schweiz ihre guten Dienste an und unterstützte aktiv die «Konferenz für einen Dialog in Libanon» (1983 in Genf, 1984 in Lausanne).

Libanon, Historisches Lexikon der Schweiz

Diplomatische Dokument der Schweiz, Dodis

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Die Helpline EDA beantwortet als zentrale Anlaufstelle Fragen zu konsularischen Dienstleistungen.