Bilaterale Beziehungen Schweiz–Ruanda
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Ruanda sind gut und von der langjährigen Entwicklungszusammenarbeit geprägt. Heute besteht auf beiden Seiten der Wille, die Beziehungen auszuweiten und zu intensivieren. Die Schweiz hat deshalb im November 2025 eine Botschaft eröffnet.
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz hat eine Afrika-Strategie für den Zeitraum 2025–2028 ausgearbeitet. Die Ziele und Massnahmen für Ost- und Zentralafrika werden in den Ziffern 5.2 und 5.3 dargelegt.
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Ruanda sind gut und von der langjährigen Entwicklungszusammenarbeit geprägt. Beide Staaten engagieren sich für eine Vertiefung und Diversifizierung ihrer Beziehungen. Diese Bemühungen werden nicht zuletzt von regelmässigen hochrangigen Treffen getragen. Die Eröffnung einer Botschaft in Kigali wird zu einer weiteren Vertiefung der Beziehungen beitragen.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und Ruanda sind bescheiden. Ruanda zählt aber zu den dynamischen afrikanischen Staaten mit starkem Wachstum und hohem wirtschaftlichem Potenzial, insbesondere bezüglich Investitionen und Handel.
Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise SGE
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Es bestehen verschiedene Abkommen zwischen Hochschulen der Schweiz und Ruandas. Forschende aus Ruanda können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende und Kunstschaffende, SBFI
Friedensförderung und menschliche Sicherheit
Im Rahmen ihres Engagements in der Region der Grossen Seen (Burundi, Demokratische Republik Kongo und Ruanda) engagiert sich die Schweiz für Frieden, Stabilität, Armutsreduktion und den Schutz der Zivilbevölkerung. Durch den Einsatz ihrer aussenpolitischen Instrumente – Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit, Friedensförderung und Menschenrechte sowie humanitäre Hilfe – will die Schweiz die Fähigkeiten der Bevölkerung im Umgang mit Krisen und Herausforderungen stärken.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
In Ruanda erfolgt das Engagement der Schweiz hauptsächlich im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit. Im Jahr 2009 lancierte die Schweiz ein Regionalprogramm für die Grossen Seen, das 2026 von einem Länderprogramm abgelöst wurde. Dieses konzentriert sich vor allem auf die Themen Geschlechtergleichstellung, Berufsbildung, Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftliche Entwicklung, aber auch Verbesserung der Bürgerbeteiligung und inklusive Gouvernanz.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Schweizerinnen und Schweizer in Ruanda
Ende 2025 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 119 Schweizerinnen und Schweizer in Ruanda und 381 ruandische Staatsangehörige in der Schweiz.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz anerkannte Ruanda, als das Land 1962 die Unabhängigkeit erlangte. 1963 wurde Ruanda zu einem Schwerpunktland der schweizerischen Entwicklungshilfe. Nach dem Völkermord an den Tutsi im Jahr 1994 konzentrierte sich die Schweiz auf die humanitäre Hilfe für die Opfer. Danach nahm sie ihr Engagement im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit schrittweise wieder auf.
Seit 2009 ist sie im Rahmen eines Kooperationsprogramms in Ruanda aktiv. 2025 eröffnete die Schweiz eine Botschaft in Kigali.
Ruanda, Historisches Lexikon der Schweiz
Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis
Links
- Datenbank Staatsverträge
- Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise SGE
- Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende und Kunstschaffende, SBFI
- Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
- Ruanda, Historisches Lexikon der Schweiz
- Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis
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