Bilaterale Beziehungen Schweiz–Syrien
Seit dem Sturz von Präsident Assad im Dezember 2024 engagiert sich die Schweiz verstärkt in Syrien. Sie unterstützt eine friedliche und inklusive Transition, fördert Frieden, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit und leistet humanitäre Hilfe. Ziel ist, dass alle Menschen in Syrien in Freiheit, Sicherheit und Würde leben können.
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz verfolgt die Entwicklungen seit dem Sturz des ehemaligen syrischen Präsidenten Bashar al-Assad am 8. Dezember 2024 aufmerksam. Sie unterstützt die Bestrebungen des syrischen Volkes für ein Leben in Freiheit, Sicherheit und Würde. Die Schweiz setzt in ihrer Arbeit in Syrien folgende Schwerpunkte:
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Syrien sind bescheiden. Das bilaterale Handelsvolumen belief sich 2024 auf 11,4 Millionen Franken.
Ländercockpit, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise, SGE
Friedensförderung und menschliche Sicherheit
Der politische Übergangsprozess in Syrien soll alle Teile der Gesellschaft mit einbinden, die Menschenrechte aller Bevölkerungsgruppen schützen und den Weg ebnen für eine sichere Zukunft, die vom gesamten syrischen Volk mitbestimmt wird.
Die Schweiz unterstützt deshalb Bemühungen zur Konfliktprävention auf lokaler und nationaler Ebene und setzt sich für den Dialog zwischen allen Syrerinnen und Syrern ein.
Zudem hält die Schweiz die Einleitung eines nationalen Prozesses zur Aufarbeitung der Vergangenheit in Syrien für unverzichtbar. Sie unterstützt Bemühungen zur Klärung des Schicksals vermisster Personen und zur strafrechtlichen Verfolgung für Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Das regionale Kooperationsprogramm «Syrien und Nachbarländer 2026–2029» umfasst die fünf Länder Syrien, Jordanien, Libanon, Irak sowie die Türkei und gliedert sich in vier Prioritäten: Menschliche Entwicklung, Klima und Umwelt, Wirtschaftsentwicklung, sowie Frieden und Gouvernanz. Für die Umsetzungsperiode von 2026–2029 ist für das regionale Kooperationsprogramm ein Budget von rund 243 Millionen Franken vorgesehen. Damit trägt die Schweiz dazu bei, in Syrien Voraussetzungen für die freiwillige, sichere und nachhaltige Rückkehr zu schaffen. Sie unterstützt zudem vulnerable syrische Flüchtlinge, die freiwillig aus dem Libanon, aus Jordanien, dem Irak und der Türkei nach Syrien zurückkehren.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Schweizerinnen und Schweizer in Syrien
Im Juni 2026 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 54 Schweizerinnen und Schweizer in Syrien.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Syrien entwickelten sich früh. Im 19. Jahrhundert trieben Schweizer Textil- und Chemieexporte nach Syrien sowie Textilimporte aus Syrien in die Schweiz den Handel an.
Syrien wurde 1941 unabhängig, die Schweiz erkannte die neue Republik 1945 an. Von 1946 bis 1958 war die Schweiz in Damaskus durch eine Kanzlei vertreten, danach durch ein Generalkonsulat und ab 1962 durch eine Botschaft.
Die Schweizer Botschaft in Damaskus wurde 2012 geschlossen. 2017 eröffnete die Schweiz ein humanitäres Büro in Damaskus, welches 2026 in ein Kooperationsbüro aufgewertet wurde. Seit 2022 ist die Schweizer Botschafterin in Beirut als Chargée d’affaires in Syrien akkreditiert.
Syrien, Historisches Lexikon der Schweiz
Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis
Links
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- Ländercockpit, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
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- Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
- Syrien, Historisches Lexikon der Schweiz
- Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis
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