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Situation im Nahen und Mittleren Osten

Krise

Aktualisiert am 17. Apr. 2026

Stellungnahme der Schweiz und Informationen für Schweizer Staatsangehörige und Reisende in der Region.

MitteilungVeröffentlicht am 4. April 2026

Schweizer Einsatz für die humanitäre Minenräumung 2025

Minen und explosive Kriegsmunitionsrückstände töten und verletzen Zivilpersonen und Kombattanten unterschiedslos. Auch lange nach Konfliktende, erschweren sie den humanitären Zugang sowie die Rückkehr der Bevölkerung und den Wiederaufbau. 2025 hat der Bund seinen Einsatz für die humanitäre Minenräumung weiter verstärkt und dabei, im Einklang mit dem Aktionsplan humanitäre Minenräumung 2023-2026, einen Fokus auf die Ukraine gelegt. Er berichtet anlässlich des Internationalen Tags der humanitären Minenräumung über seine Aktivitäten im Vorjahr.

Karte der Welt, welche die Aktivitäten der Schweiz im Rahmen der humanitären Minenräumung im Jahr 2025 aufzeigt.

Minen und andere explosive Kriegsrückstände, wie Blindgänger, haben selbst Jahrzehnte nach dem Ende von Konflikten noch verheerende Konsequenzen. Sie töten und verletzen jährlich Tausende Personen, Tendenz seit 2022 wieder steigend. Sie erschweren die Rückkehr vertriebener Personen, den humanitären Zugang sowie die nachhaltige Entwicklung und verhindern den Wiederaufbau. Die Schweiz setzt sich seit über 30 Jahren für die humanitäre Minenräumung ein und hat ihre Unterstützung 2025 weiter ausgebaut.

Entsprechend dem Aktionsplan Humanitäre Minenräumung 2023-2026 gliedert sich der Einsatz des Bundes in drei Aktionsfelder: 1) Förderung des normativen Rahmens, 2) Humanitäre Minenräumung vor Ort und 3) Innovation. Sie wendete letztes Jahr rund 46 Millionen CHF für die Umsetzung des Aktionsplans auf.

Aktionsfeld 1: Förderung des normativen Rahmens

Der Bund setzt sich dafür ein, dass die Übereinkommen über Personenminen und Streumunition von allen Staaten unterzeichnet, eingehalten und auf nationaler und internationaler Ebene umgesetzt werden. Dadurch soll der Einsatz dieser Waffen verhindert und den humanitären Konsequenzen vorgebeugt werden. Die Schweiz nutzt dafür sowohl multilaterale Treffen als auch bilaterale Kontakte. 2025 traten erstmals Staaten aus den beiden Übereinkommen zurück, was ein Rückschlag für die humanitäre Abrüstung und das humanitäre Völkerrecht als Ganzes darstellt. Die Schweiz setzt sich für die weitere Stärkung der Übereinkommen sowie deren Universalisierung ein.

Aktionsfeld 2: Humanitäre Minenräumung vor Ort

Trotz jahrzehntelanger Arbeit verschiedenster Minenräumakteure steigen die von explosiven Kampfmitteln betroffenen Flächen weltweit wieder an, nachdem der Trend lange rückläufig war. Durch Projekte und Entsendungen von Expertinnen und Experten erhöht die Schweiz die Sicherheit der betroffenen Menschen, ermöglicht eine nachhaltige Entwicklung und trägt zur Friedensförderung bei. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt sie dabei insbesondere die Entwicklung nachhaltiger nationaler Kapazitäten. 2025 unterstützte der Bund 11 Gebiete direkt durch die Finanzierung von Projekten und entsandte 17 Experten an 8 Einsatzorte. Nachfolgend finden sich zwei konkrete Beispiele dieser Aktivitäten.

Fokus Ukraine

Seit Februar 2022 ist die Ukraine zu einem der am stärksten verminten Ländern der Welt geworden. Schätzungen zufolge ist fast ein Drittel des ukrainischen Staatsgebietes, eine Fläche beinahe viermal so gross wie die Schweiz, möglicherweise durch Minen und andere Kampfmittel belastet. Deshalb hat die Schweiz im Aktionsplan humanitäre Minenräumung 2023-2026 einen besonderen Fokus auf die Ukraine gelegt. 2025 haben das EDA und das VBS dafür neue Projekte mit verschiedenen Partnerorganisationen initiiert. Der Bund arbeitet dabei insbesondere mit dem Genfer internationalen Zentrum für humanitäre Minenräumung (GICHD) sowie mit anderen Schweizer und internationalen Organisationen und Minenräummaschinenherstellern zusammen.

Aktionsfeld 3: Innovation

Die Technologie entwickelt sich rasant weiter, was grosses Potenzial für die humanitäre Minenräumung birgt. Der Bund fördert Bemühungen, die Akteure der humanitären Minenräumung in der Nutzung der innovativen Technologien und Ansätze zu unterstützen, um die humanitäre Minenräumung effizienter, wirksamer und sicherer zu machen.

Kontakt

Kommunikation EDA
Generalsekretariat GS-EDA
Bundeshaus West
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