International Fund for Agricultural Development (IFAD) 10 – Core contribution 2016-2018

Projekt abgeschlossen

Der Internationale Agrarentwicklungsfonds (IFAD) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit dem Auftrag, armen Frauen und Männern auf dem Land zu helfen, ihre Ernährungssicherheit und die Qualität ihrer Nahrungsmittel zu verbessern, ihre Einkommen zu steigern und ihre Widerstandskraft zu stärken. Sein Mandat fügt sich somit gut in die entwicklungspolitischen Prioritäten der Schweiz.

Thema Periode Budget
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Klimawandel & Umwelt
Landwirtschaftliche Entwicklung
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette (bis 2016)
Umweltpolitik
01.01.2016 - 31.12.2018
CHF 45'087'000

Der IFAD konzentriert sich vor allem auf die arme Landbevölkerung. Dazu gehören Kleinbauern, Fischer und Viehzüchter sowie Landlose und Indigene. Seine Programme sollen den Zugang zu Finanzdienstleistungen, Märkten, Technologien, Land und anderen natürlichen Ressourcen verbessern. Als internationale Finanzinstitution vergibt er günstige Kredite an Länder, in denen ländliche Armut weit verbreitet ist. Er bietet ausserdem landwirtschaftliches Know-how an und unterstützt Innovationen.

Themen

Der IFAD konzentriert sich in seiner Arbeit auf folgende Themen:

  • Natürliche Ressourcen, insbesondere Land, Wasser, Energie und Biodiversität
  • Anpassung an den Klimawandel und Bekämpfung von dessen Ursachen
  • Verbesserung der landwirtschaftlichen Methoden und Erhöhung der Effizienz der Produktionsdienstleistungen
  • Bereitstellung eines breiten Angebots an Finanzdienstleistungen für alle
  • Integration der armen Landbevölkerung in Wertschöpfungsketten
  • Aufbau von landwirtschaftlichen Unternehmen und Beschäftigungsmöglichkeiten ausserhalb der Landwirtschaft
  • Technische und berufliche Weiterbildung
  • Unterstützung von ländlichen Produktionsverbänden

Resultate „Neue landwirtschaftliche Methoden und Produktionsdienstleistungen“

Im asiatischen und pazifischen Raum unterstützen vom IFAD geförderte Programme 100 000 Bauern bei der Einführung effizienterer Methoden. In der Folge berichteten über 90 % von ihnen über höhere Erträge. In Vietnam konnte etwa mit Projekten zur Steigerung der Produktivität die Ernährungssicherheit in Berggebieten verbessert werden. Die Reiserträge erhöhten sich von 2 auf 5 Tonnen pro Hektar, und auf derselben Fläche stieg die Maisernte von 1 Tonne auf 3 Tonnen.

Engagement der Schweiz

Prioritäten der Schweiz

Als Mitglied und Beitraggeberin konzentriert sich die Schweiz insbesondere auf folgende Fragen:

  • Stärkung der Rolle des IFAD als weltweit tätiger Vermittler und Koordinator zwischen Regierungen, Bauernorganisationen, Frauengruppen, Privatwirtschaft, Agrarforschungsinstituten und anderen Akteuren bei deren Bemühungen zugunsten der armen Landbevölkerung
  • Schrittweise Anpassung des Organisationsmodells hin zu einer dezentralisierten Organisation, parallel zur Reform der Personalpolitik
  • Förderung einer effizienten und wirkungsvollen Arbeitsteilung zwischen dem unabhängigen Evaluationsbüro des IFAD (IOE), das für die unabhängige Evaluation der IFAD-Aktivitäten zuständig ist, dem Evaluationsausschuss, dem die Aufsicht und Beratung des IOE obliegt, sowie der Geschäftsleitung des Fonds, die das Selbstevaluationssystem des IFAD überwacht. Damit soll die Entwicklungswirksamkeit des IFAD gestärkt werden.

Die Schweiz ist im obersten Entscheidungsgremium, dem Gouverneursrat, sowie von 2013 bis 2014 auch im Verwaltungsrat vertreten. Der Verwaltungsrat entscheidet über das Arbeitsprogramm und genehmigt Projekte, Programme und Kredite.

Resultate: Das «First Mile»-Projekt in Tansania

Die Schweiz unterstützte das «First Mile»-Projekt als Ausbildungsinitiative für lokale Gruppen, um Kleinbauern den Zugang zum Markt zu erleichtern. Das Projekt wurde vom Schweizer Kompetenzzentrum AGRIDEA zusammen mit dem von IFAD unterstützten Agricultural Marketing Systems Development Programme AMSDP umgesetzt. Die daraus entstandenen lokalen Händlernetzwerke ermöglichen Kleinbauern in Tansania, Kenia und Uganda auch nach dem Abschluss des Projekts 2009 einen besseren Marktzugang.

Herausforderungen

Herausforderungen für die Arbeit des IFAD liegen etwa darin, die Verantwortung der Länder für Projekte auf ihrem Gebiet (Ownership) sollte kontinuierlich zu vergrössern, damit die vom IFAD unterstützten Programme nachhaltig sind. Weiter muss die Effizienz des IFAD sowie die Koordination mit dem Welternährungsprogramm (WFP) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) laufend verbessert werden.