Kolumbien

Die DEZA legt in Kolumbien ihre thematischen Schwerpunkte auf die Bereitstellung von Grunddienstleistungen und den Schutz der Konfliktopfer. Zudem engagiert sie sich im Wassersektor. Dazu gehören der Zugang zu Wasser sowie die Wasser- und Abwasserbewirtschaftung.

Karte von Kolumbien
© EDA

2012 kündigte die Regierung Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts mit der «Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia» (FARC) an. Dieser Prozess führte zur Annahme von Gesetzesinitiativen wie dem Gesetz zur Landrückgabe an die Opfer dieses Konflikts. Diese Verhandlungen wurden auf nationaler und internationaler Ebene begrüsst. Es gibt jedoch auch Gruppierungen, die sie ablehnen. Die organisierte Gewalt bleibt also auf der Tagesordnung in Kolumbien. Die Aktivitäten der DEZA konzentrieren sich in erster Linie auf die schwierige humanitäre Lage der vom Konflikt betroffenen Bevölkerung. Die allgemeine Strategie der DEZA sieht einen Beitrag an den Prozess zur Beilegung des Konflikts und zur Wiederversöhnung vor. Dabei kommen verschiedene Kooperationsformen zum Tragen: bilaterale und multilaterale Partnerschaften sowie direkte Aktionen.

Humanitäre Hilfe

Grunddienstleistungen für die Bevölkerung, die vom Konflikt betroffen ist

Die humanitäre Nothilfe deckt die Grundbedürfnisse der vom Konflikt betroffenen Bevölkerung. Dazu gehören in erster Linie der Zugang zu Trinkwasser, die Ernährungssicherheit und die Grundversorgung, die für den Lebensunterhalt unerlässlich sind. Gleichzeitig werden auch die institutionellen und organisatorischen Kapazitäten gestärkt, damit sich alle am Wiederversöhnungsprozess beteiligen können. Die DEZA ist besonders aktiv im ländlichen Raum.

Humanitäre Hilfe

Landgouvernanz

Schutz der Opfer des Konflikts: Rückgabe von Grund und Boden

Das 2011 verabschiedete Gesetz zur Landrückgabe enthält verschiedene Schutzmechanismen zugunsten der Zivilbevölkerung. Sie orientieren sich am «Do-no-harm»-Ansatz, der dafür sorgt, dass die geleistete Hilfe den Konflikt nicht zusätzlich schürt. Konkret geht es um drei Bereiche:

  • Stärkung der Institutionen
  • Entwicklung individueller Kapazitäten
  • Wissensmanagement

Das Landwirtschaftsministerium ist mit der Umsetzung des Gesetzes beauftragt und orientiert sich dabei an diesen drei Bereichen. Fachliche Unterstützung erhält es von der nationalen Universität Kolumbiens und der amerikanischen Organisation «CDA-Collaborative Learning Projects».

Engagement in fragilen Kontexten und Prävention von Gewaltkonflikten

Wasser

Den gefährdeten Bevölkerungsgruppen den Zugang zu Wasser gewährleisten sowie das Wasser- und Abwassermanagement verbessern

Die Bevölkerung, namentlich in ländlichen Gebieten, hat Anrecht auf einen nachhaltigen Zugang zu Wasser und zu sanitären Einrichtungen. Im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft führten schweizerische und kolumbianische Unternehmen Untersuchungen über den Wasserverbrauch der Haushalte durch. Die Ergebnisse dieser Studien dienten als Grundlage für die Ausarbeitung eines Pilotprojekts zur Förderung eines besseren Wassermanagements. Die Erkenntnisse aus der Pilotphase ermöglichten die Durchführung einer zweiten Phase und eine Erweiterung des Projekts auf sieben kolumbianische Grossunternehmen. Das Projekt wird vom nationalen Zentrum für saubere Produktion (CNPP) koordiniert.

Wasser

Geschichte der Zusammenarbeit

Von der humanitären Hilfe zur Transitionsunterstützung

2001 eröffnete die DEZA mit einem humanitären Programm ein Büro in Bogota. Ziel war die Verbesserung der Lebensbedingungen der vom bewaffneten Konflikt betroffenen Bevölkerung.

Aktuelle Projekte

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Global Financial Infrastructure Programme

01.01.2015 - 31.12.2020

The Global Financial Infrastructure Programme (hereafter, the programme) will support the development and creation of well-functioning financial markets in SECO?s priority countries. With a specific focus on credit reporting and secured transaction, the programme will facilitate financial inclusion and foster responsible access to finance. It will be implemented by the the International Finance Corporation (IFC).


Sustainable Cities in Colombia and Peru

01.11.2012 - 31.12.2020

The private sector can be a source of urban infrastructure financing to close the growing infrastructure gap in Latin America. The IFC LAC Sustainable Cities Program will provide advisory services to support selected cities in attracting the private sector to develop a pool of implementable and bankable high impact infrastructure projects.


The Sustainable Trade Initiative IDH

01.07.2012 - 31.12.2021

IDH is a neutral convener that brings together companies in a safe pre-competitive arena, acts as facilitator to organize cooperation between companies, NGOs, governments, knowledge institutes, banks and trade unions. IDH kick-starts sustainability programs by co-funding and de-risking private investments, and helps exploring new concepts that will help create scalable, self-sustaining solutions that deliver impact at scale on Sustainable Development Goals, with a focus on: improved livelihoods of smallholder farmers and increased, decent incomes for workers to help end poverty (SDG1), promote inclusive and sustainable economic growth (SDG 8), improve gender equality (SDG 5), nutrition (SDG 2) and help to halt deforestation (SDG 15) and reduce toxic loading.

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