Mali

Die Schweiz setzt sich in Mali für die Armutsbekämpfung und für einen dauerhaften Frieden ein. Sie fördert die lokale Wirtschaftsentwicklung und die Ernährungssicherheit, die Gouvernanz und den Friedensprozess sowie die Grundbildung und Berufsbildung. Die Unterstützung erfolgt im Rahmen ihrer drei aussenpolitischen Instrumente: Entwicklungszusammenarbeit, Friedenspolitik und humanitäre Hilfe. Die Schweizer Zusammenarbeit konzentriert ihre Aktivitäten auf die Regionen Sikasso im Süden, Mopti im Zentrum und Timbuktu im Norden des Landes.

Karte von Mali
© EDA

Die jüngste Geschichte Malis ist geprägt von politischen Krisen und zahlreichen Konflikten, die zu einem hohen Mass an Unsicherheit und Gewalt in verschiedenen Teilen des Landes geführt haben. Nach den Zusammenstössen im Norden des Landes im Jahr 2012 markierten demokratische Wahlen im Jahr 2013 die Rückkehr zur verfassungsmässigen Ordnung und ebneten den Weg für die Unterzeichnung eines Friedens- und Versöhnungsabkommens im Juni 2015. Die Unzufriedenheit über die langsame Umsetzung der Vereinbarungen, die fehlende politische Inklusion und die verbreitete Korruption führten jedoch 2020 zu einer neuen sozio-politischen Krise, die in Massenprotesten und schliesslich im Sturz der Regierung gipfelten.

Das Land steht deshalb weiterhin vor zahlreichen Herausforderungen: Die hohe Unsicherheit wirkt sich negativ auf die Entwicklung des Landes aus, der Staat verfügt nicht über die nötigen Kapazitäten, um die Sicherheit seiner Bevölkerung zu gewährleisten und ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, und die Zukunft der jungen Generation ist ungewiss. Die Sicherheitslage hat sich im ganzen Land verschlechtert: Über 287’000 Personen (darunter 58% Kinder) wurden zwangsvertrieben und 2,6 Millionen Menschen benötigen Schutz und Hilfe.

Trotz der zahlreichen Herausforderungen verfügt Mali über eine beachtliche Widerstandsfähigkeit. Das Land hat ein grosses land- und viehwirtschaftliches Potenzial, das es auszuschöpfen gilt, sowie enorme menschliche Ressourcen. Die Schweiz unterstützt dieses Potenzial mit ihren verschiedenen aussenpolitischen Instrumenten. Ergänzt wird dieser sektorübergreifende Ansatz durch das Engagement des VBS und des EJPD, die Fachpersonal an die Multidimensionale integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA) entsenden und die «École de Maintien de la Paix» in Bamako unterstützen.

Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit

Produktivitätssteigerung und höhere Erträge

In Mali leben zwei Drittel der Bevölkerung auf dem Land. Sie steuern etwa einen Drittel zum BIP bei. Vor diesem Hintergrund unterstützt die DEZA Initiativen, die Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft und höhere Erträge begünstigen:

  • Öffentlich-private Partnerschaften im Nahrungsmittelverarbeitungssektor
  • Zugang zu Finanzdienstleistungen für alle
  • Stärkung der Kapazitäten von Produzentenverbänden
  • Unterstützung des nationalen Ernährungssicherungskonzepts
  • Bau von Bewässerungsanlagen

Mit diesen Projekten soll die Wirtschaft in ländlichen Gebieten angekurbelt werden. Die Schweiz unterstützt die malische Regierung bei der Definition und Umsetzung ihrer nationalen Politik zur Förderung der Nahrungs- und Ernährungssicherheit der am stärksten verwundbaren Menschen.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Grundbildung und Berufsbildung

Anpassung des Angebots an die sozialen Herausforderungen

In Mali ist der Anteil der Kinder, die Zugang zur Grundschulbildung haben, immer noch gering. Etwa eine Million Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren gehen nicht zur Schule, und die Hälfte der eingeschulten Kinder verlässt das Bildungssystem schon während der Primarschule. Die Sicherheits- und Gesundheitskrise hat dieses Problem weiter verschärft. Viele Kinder haben mehr als ein Jahr Schulzeit verpasst. In diesem Bereich konzentriert sich die DEZA auf die Verbesserung der Unterrichtsqualität, die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte und die Dezentralisierung des Bildungswesens. Als Antwort auf die Coronakrise und die Sicherheitskrise fördert sie auch Bildung in Notsituationen und alternative integrative Bildungsangebote (Konzeption von E-Learningmodulen, mobile Schulen, ein Zentrum mit einer Strategie für beschleunigte Schulbildung, Ausbildung der Lehrkräfte von Koranschulen).

Die Entwicklungsbestrebungen werden durch das tiefe Qualifikationsniveau der Arbeitnehmenden behindert. Deshalb unterstützt die DEZA den Aufbau eines Berufsbildungssystems, das auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts und eine bessere Beratung und Integration der Jugendlichen in die Arbeitswelt ausgerichtet ist. 

Grundbildung unnd Berufsbildung

Gouvernanz und Frieden

Übertragung von Verantwortung an lokale Institutionen (Dezentralisierung)

Die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger und der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen sowie die Pflicht der Amtsträger zur Rechenschaft gegenüber ihrer Wählerschaft sind Schlüsselthemen der DEZA in Mali. So unterstützt die DEZA Programme zur Förderung der Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger bei Angelegenheiten, die sie direkt betreffen.

Die DEZA beteiligt sich an der Stärkung der Kapazitäten von lokalen Amtsträgern im Bereich Verwaltung und öffentliche Finanzen. Sie unterstützt die Übertragung von Ressourcen an die Regionen und die Mobilisierung der von den Gebietskörperschaften verwalteten Ressourcen.  Schliesslich unterstützt sie auch Programme zur Korruptionsbekämpfung und zur Bekämpfung von Straflosigkeit. Die Schweiz setzt sich über die Abteilung Frieden und Menschenrechte des EDA für die Umsetzung des Friedensabkommens von 2015 sowie für die Förderung der Inklusion und die Unterstützung der nationalen Versöhnung ein.

Bedürfnisorientierte Unterstützung für Vertriebene

Die Schweiz beteiligt sich an den humanitären Hilfsmassnahmen. Dabei geht es um den Schutz und die Unterstützung von besonders verwundbaren Personen, die vor dem Konflikt im Norden des Landes fliehen mussten: Binnenvertriebene, Gastbevölkerung und Flüchtlinge in den Nachbarländern. Im Rahmen der Malikrise setzte sich die Abteilung Frieden und Menschenrechte des EDA für den Friedensdialog ein, und die Humanitäre Hilfe der Schweiz finanziert Partner vor Ort wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das Welternährungsprogramm (WFP) und das Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR).

Beitrag zu den multilateralen Stabilisierungsbemühungen

Die Schweiz beteiligt sich mit zivilem und militärischem Personal an der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA). Dieser Beitrag zu den multilateralen Bemühungen für eine beschleunigte Umsetzung des Friedensabkommens von 2015 ergänzt das bilaterale humanitäre, entwicklungs- und friedenspolitische Engagement der Schweiz in Mali.

Anwaltschaft und gute Regierungsführung

Partner

Zur Umsetzung ihres Programms arbeitet die Schweiz mit zahlreichen Partnern wie Regierungsbehörden, lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen sowie weiteren bilateralen und multilateralen Entwicklungspartnern zusammen. 

Aktuelle Projekte

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Appui à la citoyenneté dans le cycle électoral Malien

01.07.2018 - 31.12.2023

Les élections présidentielle, législatives, régionales et locales organisées en 2018 puis en 2019 au Mali sont décisives pour la stabilité du pays et de la région. A travers le programme EMERGE de l’USAID, la Suisse contribue à la tenue d’élections crédibles, inclusives et apaisées. Elle participe à la consolidation du processus démocratique et à la prévention des conflits, avec un accent sur la participation des femmes et des jeunes aux élections. Elle contribue à la sécurité globale, dans l’intérêt direct de la Suisse.


Programme d’appui à la décentralisation de l’éducation, PADE

01.02.2018 - 31.01.2022

Dans un contexte d’insécurité, où plusieurs écoles sont fermées au centre et au nord du Mali, offrir une éducation de base de qualité, équitable et inclusive pour tous, est l’objectif du programme d’appui à la décentralisation de l’éducation. Avec les collectivités, les services techniques et les communautés des régions de Mopti, Tombouctou et Sikasso, cette dernière phase du programme vise à consolider les acquis des phases précédentes et permettre à plus de 700'000 enfants d’accéder à l’école.


Accompagnement des Organisations Paysannes et développement de systèmes de marchés durables

15.06.2017 - 31.12.2021

Confrontées à de nombreux défis liés aux effets du changement climatique, à la sécurisation foncière et à l’accès aux marchés, les exploitations familiales peinent à améliorer leurs revenus et à contribuer à la sécurité alimentaire nationale. Le programme vise à renforcer les organisations paysannes et à développer des partenariats avec le secteur privé pour accroitre l’offre des services d’appui/conseil aux exploitations familiales et ainsi contribuer au développement économique durable de 75'000 ménages.



Soutien au Dispositif National de Sécurité Alimentaire -PRESA-

01.05.2017 - 30.06.2022

Malgré l’excédent céréalier enregistré depuis plus de 20 ans, le Mali fait face à des crises alimentaires récurrentes qui touchent près du quart de la population. La Suisse soutient le Dispositif National de Sécurité Alimentaire par la combinaison des instruments de l’aide humanitaire et de développement en vue de gérer les crises alimentaires et renforcer la résilience des populations vulnérables. Cet appui contribuera à la stabilité du pays et de la sous-région et a le potentiel de réduire la migration forcée.


Allocation of SDC Funding to WFP Operations in 2017

01.01.2017 - 31.12.2017

In line with the Good Humanitarian Donorship (GHD) principles, Switzerland recognizes the necessity of predictable and flexible funding to respond to changing needs in humanitarian crises. SDC funding to WFP operations allows the World Food Programme (WFP) to respond proactively and to provide immediate food assistance in life-threatening situations.


Programme de développement social en milieu urbain (PDSU)Programme de développement économique local et de sécurité alimentaire à Koutiala

01.01.2016 - 31.12.2021

Le Programme Sigida Kura a permis d’améliorer les capacités de planification et de gestion des 37  collectivités territoriales du cercle de Koutiala qui ont réalisé des infrastructures permettant d’améliorer  la sécurité alimentaire dans le cercle, d’augmenter les revenus des producteurs et de créer plus de 230 emplois permanents. Avec cette dernière phase, la DDC poursuit son accompagnement aux collectivités territoriales qui mettent en place un cadre durable de leur développement économique local.


Programme d’Appui au Secteur de l’Elevage au Mali – PASEM

01.12.2014 - 31.12.2021

Malgré son importance dans l’économie, l’environnement et les sociétés (agro)pastorales, l’élevage rencontre plusieurs contraintes dont la faible productivité, l’insécurité foncière, la faible organisation des acteurs et une forme de marginalisation sociale des éleveurs. La DDC souhaite valoriser les immenses potentialités de l’élevage en renforçant l’approche chaine de valeurs orientée vers le développement des marchés et des acteurs du secteur privé, favorisant la prise en compte des pauvres, des femmes et des jeunes.


Programme d’Appui aux Filières Agropastorales de Sikasso – PAFA

01.06.2013 - 31.07.2021

La DDC soutient le Conseil Régional de Sikasso et les partenaires privés locaux dans l’amélioration des conditions cadres pour le développement des filières pomme de terre et lait. Les appuis apportés contribueront à une meilleure organisation des différents segments de ces filières, de la production au marché et à la valorisation locale des produits au profit des petits producteurs et transformateurs. A terme, plus de 360'000 personnes assureront leur sécurité alimentaire et réduiront leur pauvreté.

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