Nordmazedonien

Die Schweizer Transitionszusammenarbeit in Nordmazedonien beruht auf gemeinsamen Interessen in den Bereichen sozioökonomische Entwicklung, Stabilität, Sicherheit und europäische Integration. Trotz der deutlichen Fortschritte seit der Erlangung der Unabhängigkeit 1991 besteht bei den Reformen noch Nachholbedarf, etwa bei der Dezentralisierung, der Rechtsstaatlichkeit, der Wirtschaftsentwicklung und den öffentlichen Dienstleistungen.

Karte der Region Mazedonien
Karte von Nordmazedonien © EDA

Gemäss der letzten Volkszählung von 2002 setzt sich die Bevölkerung aus verschiedenen ethnischen Gruppen zusammen, darunter 65% Mazedonierinnen und Mazedonier, 25% Albanerinnen und Albaner sowie andere Minderheiten wie Türken und Roma. Das System ist trotz der stabilen demokratischen Rahmenbedingungen ziemlich geschwächt. Dies ist auf die schleppenden Reformen, den nicht integrativen Staatsaufbau und die eingeschränkte Pressefreiheit zurückzuführen. Die wichtigsten Symptome sind die geschwächten Parlamente und Gerichtsbehörden, die Korruption und die Politisierung der Institutionen. Die Wirtschaft leidet nach wie vor unter der letzten Krise und der hohen Arbeitslosigkeit, von der vor allem Junge und Frauen betroffen sind. Die Republik Nordmazedonien ist seit 2005 EU-Beitrittskandidat, doch kommen die notwendigen Reformen nur langsam voran.

Demokratische Regierungsführung

Mit ihrem Programm will die Schweizer Zusammenarbeit insbesondere die soziale Inklusion verbessern, die Rechenschaftspflicht der öffentlichen Institutionen erhöhen und die Kontrollmechanismen der Parlamente gegenüber der Exekutive ausbauen, um die demokratische Regierungsführung zu stärken. Zudem fördert sie die Mitwirkung der Bevölkerung bei Entscheidungsprozessen auf kommunaler und regionaler Ebene sowie das zivilgesellschaftliche Engagement, damit die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Wirtschaftliche Entwicklung

Das Engagement der Schweiz im wirtschaftlichen Bereich zielt auf die Förderung der Beschäftigungsperspektiven und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ab. Die Schweiz setzt sich für eine arbeitsmarktorientierte Berufsbildung ein, die den Stellensuchenden den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert. Zudem unterstützt sie die Entwicklung des Privatsektors, namentlich Startups, und ermuntert Unternehmen, faire Arbeitsplätze zu schaffen. Sie engagiert sich für bessere Arbeitsbedingungen bei den Unternehmen, für die Handelsförderung und für bessere Geschäftspraktiken.

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Infrastruktur und Umweltschutz

Die Wasserressourcen und die Artenvielfalt Nordmazedoniens sind von grosser Bedeutung bei der Entwicklung des Landes. Deshalb setzt sich die Schweiz dafür ein, dass die Institutionen und Organisationen der ausgewählten Gemeinden in der Lage sind, die Umwelt besser zu schützen und die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren. Durch Investitionen in die Infrastruktur und die Stärkung der Kapazitäten der öffentlichen Behörden will die Schweiz die Leistungsqualität im Bereich der Wasserversorgung, der Abwasseraufbereitung und der Abfallentsorgung erhöhen.

Wasser – Eine lebenswichtige Ressource in Gefahr

Herangehensweise und Partner

Die Kooperationsstrategie 2017–2020 wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) gemeinsam umgesetzt. Das Engagement der Schweiz beruht auf formellen Abkommen mit der Regierung und setzt eine finanzielle Beteiligung des Landes voraus, wo dies angemessen und möglich ist. Besondere Anstrengungen werden unternommen, um Partnerschaften mit neuen Akteuren des Wandels, beispielsweise Jugendorganisationen, aufzubauen. Die Partnerschaften mit dem Privatsektor sind ebenfalls Entwicklungsmotoren, vor allem im Bereich der Beschäftigung und der Wirtschaft.

Wichtige Partner der Schweiz in Nordmazedonien: 

  • Ministerien und Gemeinden
  • Nationale und kommunale Parlamente, Parlamentsverwaltung
  • Zivilgesellschaftliche Organisationen, z.B. Medien
  • Privatwirtschaft
  • Lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen 

Bi- und multilaterale Geldgeber und Organisationen, z.B. UNDP, UN Women

Aktuelle Projekte

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Europe and Central Asia : PPP Transaction Advisory Program

01.06.2011 - 31.12.2022

The ECA Program, managed by the International Finance Corporation IFC, is providing infrastructure transaction advisory and capacity building services to the public sector authorities to promote Public-Private Partnerships in Southeastern Europe and Central Asia.

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