Niger

Die Schweiz unterstützt den Niger in seinen Entwicklungsbemühungen, indem sie in die ländliche Entwicklung, in die Grund- und Berufsbildung sowie in die lokale Gouvernanz investiert. Mit ihrer Unterstützung trägt sie zur Verbesserung der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung bei und befähigt sie, die eigene Entwicklung selber zu gestalten.

Karte von Niger
© EDA

Der Niger ist einer wiederkehrenden Ernährungsunsicherheit ausgesetzt, die auf wirtschaftliche und strukturelle Probleme zurückgeht. Seit den 1970er-Jahren erlebte das Land sieben grössere Nahrungsmittelkrisen. Rund 80% der Bevölkerung lebt im ländlichen Raum, und mehr als 45% der Menschen leben unter der Armutsgrenze. Gemäss den Entwicklungsstrategien des nigrischen Staates ist die DEZA in den folgenden drei Bereichen aktiv:

  • ländliche Entwicklung
  • Grundschulbildung und Berufsbildung
  • lokale Gouvernanz, Dezentralisierung und Bürgerbeteiligung

Die Aktivitäten der DEZA konzentrieren sich auf die Regionen Dosso und Maradi im Süden des Landes, mit Erweiterungen auf Zinder und Diffa.

Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit

Stärkung der Produzenten

Die Ernährungssicherheit ist eine der grossen Herausforderungen des Niger. Sie erfordert eine gemeinsame und abgestimmte Lösung. Die DEZA hilft den Viehzüchtern und Bauern bei der Verbesserung ihrer Produktionsmittel: Sie unterstützt den Bau von Infrastrukturen zur Wassernutzung und von Weidekorridoren, sie stellt Saatgut und Dünger bereit und hilft bei der Vermarktung der Produkte. Mit der Unterstützung der Bauernorganisationen beteiligen sich die Produzenten an der Ausarbeitung und Umsetzung von Bestimmungen zum Boden- und Weiderecht. Dadurch werden die Besitzverhältnisse klarer geregelt, und der Zugang zu den Ressourcen wird ausgewogener. Die Dachorganisationen der Produzenten stärken ihre Mitglieder durch Kapazitätsbildung. So lernen sie, ihre beruflichen Interessen besser zu vertreten, namentlich günstige Rahmenbedingungen für die ländliche Entwicklung und die Ernährungssicherheit zu fordern. Die DEZA unterstützt auch den Nationalen Mechanismus zur Prävention und Bewältigung von Katastrophen und Nahrungsmittelkrisen im Niger.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Grundbildung und Berufsbildung

Zukunftsperspektiven

Im Niger wurde der Zugang zu Bildung verbessert, aber die Qualität des Unterrichts ist nach wie vor häufig ungenügend. Die DEZA unterstützt das Bildungssystem und fördert qualitativ gute Schulen. Beim Unterrichtsmaterial werden das lokale Wissen und die Landessprachen berücksichtigt. Die Jugendlichen werden so besser auf ihre zukünftige Rolle in der Gesellschaft vorbereitet.

Ausbildung von Jugendlichen für qualifizierte Arbeitsstellen

Die Berufsbildung ist ein Schlüsselelement für die Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Sie bietet der nigrischen Jugend und einer benachteiligten Bevölkerung Aussicht auf qualifizierte Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Unterstützung der DEZA dient der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften.

Grund- und Berufsbildung

Regierungsführung und Bürgerbeteiligung

Schaffung von lokalen Entwicklungspolen

Trotz der Staatsstreiche und Aufstände seit den 1990er-Jahren wurde die Demokratie gestärkt. Die DEZA unterstützt Dezentralisierungsbestrebungen und lokale Gouvernanz. Sie unterstützt die Regionen und Gemeinden bei der Bereitstellung hochwertiger Grunddienstleistungen und bei der Förderung einer lokalen Gouvernanz, die die öffentlichen und privaten Akteure einbezieht.

Förderung der Bürgerbeteiligung

Die DEZA unterstützt die Stärkung des Wahlsystems, der unabhängigen Medien und der Bürgerbeteiligung, insbesondere von Jugendlichen und Frauen an der Regierungsführung.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Humanitäre Hilfe

Konflikte und Nahrungsmittelkrisen

Die Humanitäre Hilfe der Schweiz unterstützt multilaterale Partner wie das IKRK, das Welternährungsprogramm und NGO, die Hilfe für Konfliktbetroffene – insbesondere Opfer der Gruppierung Boko Haram – und von Ernährungskrisen bedrohte Bevölkerungsgruppen leisten.

Geschichte der Zusammenarbeit

Auf dem Weg zu einer von der Bevölkerung selbst getragenen Entwicklung

Die Schweiz eröffnete 1977 ein Büro in Niamey und unterzeichnete im darauffolgenden Jahr ein Zusammenarbeitsabkommen. Von Anfang an konzentrierte sich die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit auf die Bereiche Trinkwasserversorgung, Lehrerbildung und Forschung, ländliche Entwicklung und Bekämpfung der Wüstenbildung. Im Laufe der Zeit wurden die Menschen zu den Hauptakteuren ihrer Entwicklung: Durch Konsens definieren sie ihre Bedürfnisse, und wie diese gedeckt werden können. Die DEZA unterstützt sie dabei in technischer und finanzieller Hinsicht.

Aktuelle Projekte

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Programme d’Appui aux Collectivités Territoriales (PACT)

01.06.2014 - 31.12.2020

Les élections municipales de juillet 2004 ont scellé l'irréversibilité du processus de décentralisation au Niger. Malgré cette décision souveraine, les transferts de compétences et de ressources aux Collectivités Territoriales restent modestes, sans grands effets sur l'évolution de la gouvernance locale. Pour dynamiser cette réforme prioritaire, le PACT entend contribuer au développement d’une gouvernance locale fondée sur la participation citoyenne, l'accès équitable des populations aux services publics locaux et à la redistribution inclusive des richesses.


Programme d’Appui à la Petite Irrigation (PAPI)

01.04.2014 - 31.12.2019

Au Niger, la sécurité alimentaire des populations  est dépendante des performances des exploitations familiales agropastorales. Cependant, même lors des années de bonne récolte, les paysans ne parviennent plus à assurer la sécurité alimentaire de leurs propres familles. En cas d’accès facile à l’eau, la culture maraîchère irriguée représente une opportunité à la diversification des activités, la sécurisation des revenus des ménages et à la modernisation des agricultures familiales.


Programme d’éducation alternative des jeunes (PEAJ) - Phase I

01.09.2012 - 31.12.2019

Au Niger, plus de 2 millions d’enfants et de jeunes, déscolarisés ou non scolarisés, soit deux tiers de la population de 9 à14 ans, n’accèdent pas à l’éducation. Ce programme mettra en place 200 centres d’éducation alternative au bénéfice de 12’000 jeunes dans les régions de Dosso et Maradi afin de produire des résultats pouvant constituer un effet levier sur l’ensemble du pays. Les jeunes issus de ces centres pourront intégrer le cursus scolaire, la vie active ou une formation professionnelle.

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