Zentralasien (Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan)


In allen drei zentralasiatischen Staaten unterstützt die Schweiz die regionale und nationale Wasserbewirtschaftung. Zu den weiteren Schwerpunkten des Schweizer Engagements gehören in Kirgisistan und Tadschikistan Reformen des öffentlichen Sektors, Entwicklung des Privatsektors sowie Reformen im Gesundheitssektor.

Karte der Region Zentralasien (Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan)
© EDA

Als ehemalige Sowjetrepubliken stehen die zentralasiatischen Länder Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan vor vergleichbaren Herausforderungen: eingeschränkte Grundversorgung, unzureichende wirtschaftliche Diversifizierung und Beschäftigungsentwicklung, geringe Teilhabe der Bevölkerung an Entscheidungsprozessen und mangelnde Rechenschaftspflicht der öffentlichen Institutionen. Trotz gemeinsamer Hürden ist Zentralasien in Bezug auf wirtschaftliche Entwicklung, politische Organisation, Umwelt- oder Sicherheitslage eine heterogene Region. 

Das Schweizer Engagement setzt sich für einen friedlichen, sozialen und wirtschaftlichen Übergang ein und unterstützt öffentliche und private Einrichtungen darin, wirksame Dienstleistungen für alle zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren werden Kunst, Musik und Theater – von traditionell bis modern – gefördert.

Bei allen Aktivitäten der Schweiz werden die Aspekte Gouvernanz, Gleichberechtigung der Geschlechter und soziale Inklusion speziell berücksichtigt

Wasser

Die Wasserbewirtschaftung ist ein zentrales Thema des schweizerischen Engagements in der Region. Die Ressource «Wasser» ist knapp, Geld für neue Anlagen fehlt und wichtige regional genutzte Wasserressourcen, allen voran im Ferghanatal, erfordern eine regionale Koordination. Um wasser-, energie-, lebensmittel- und sicherheitsrelevante Herausforderungen zu bewältigen, unterstützt die Schweiz mit ihrem Blue Diplomacy-Ansatz den Dialog und die Zusammenarbeit in der Region. So soll die Ressource Wasser gepflegt, geschützt und gerecht zwischen den Ländern geteilt werden. Dies soll nicht zuletzt auch zu einem friedlichen Miteinander und Stabilität in der Region beitragen. 

Neben dem regionalen Ansatz werden auch Aktivitäten in den einzelnen Ländern unterstützt, um in ländlichen Gebieten den Zugang zu Trinkwasser zu verbessern. Des Weiteren werden Aktivitäten unterstützt, die das Risiko von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdrutschen und Erdbeben verringern.

Wasser – Eine lebenswichtige Ressource in Gefahr

Gute Regierungsführung

Der Miteinbezug der Öffentlichkeit in politische Prozesse ist ein wichtiger Pfeiler für das Funktionieren einer Demokratie. Die Schweiz unterstützt Kirgisistan und Tadschikistan darin, die politischen Institutionen auf allen Ebenen inklusiver zu gestalten, um die Öffentlichkeit mehr und besser bei Reform- und Entscheidungsprozessen miteinzubeziehen. Des Weiteren setzt sich die Schweiz für eine effiziente und effektive Bereitstellung grundlegender öffentlicher Dienste ein, speziell auch für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Die Korruptionsbekämpfung wird dabei systematisch angegangen, beispielsweise durch eine Rechenschaftspflicht öffentlicher Dienstleister und der Ermunterung der Bevölkerung, sich über die Geschäftsabläufe in der Verwaltung zu informieren.

Anwaltschaft und gute Regierungsführung

Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung

Im Bereich der Beschäftigung und der wirtschaftlichen Entwicklung wird die schweizerische Kooperation die Weiterentwicklung des privaten Sektors in Kirgisistan und Tadschikistan unterstützen. Dieses Ziel wird im Einklang mit den nationalen Wirtschaftsprioritäten und den damit verbundenen Herausforderungen erreicht und durch die Einbeziehung von wettbewerbsfähigen kleinst-, klein- und mittleren Unternehmen (KKMUs). So sollen menschenwürdige Arbeitsplätze geschaffen sowie ein integratives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum erreicht werden. Dies wird letztlich zur Verringerung der Armut wie auch der Abwanderung der Bevölkerung beitragen.

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Grund- und Berufsbildung

Gesundheit

Es ist ein Grundrecht eines jeden Menschen, den höchstmöglichen Gesundheitsstandard zu geniessen.  Überdies wirkt sich die Gesundheit der Bevölkerung auch direkt auf das Wirtschaftswachstum aus. Die Schweiz unterstützt daher die Reform des Gesundheitssektors in Kirgisistan und Tadschikistan. Ein zunehmender Fokus wird dabei auf ein Zusammenspiel der Politik und der Bevölkerung gelegt, um Lösungen zu finden, welche auf die hohe Nachfrage nach Qualität und effizienten, für alle zugänglichen und erschwinglichen Gesundheitsdiensten reagieren.

Gesundheit – Ein Schlüsselfaktor der Entwicklung

Herangehensweise und Partner

Die Schweiz unterstützt die laufenden Reformen in Zentralasien seit Beginn der 1990er-Jahre und koordiniert ihre Aktivitäten eng mit involvierten Projektpartnern.

Die Kooperationsstrategie 2017–2021 wird gemeinsam von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) umgesetzt. 

Wichtige Partner der Schweiz in Zentralasien:

  • Entwicklungspartner

  • Lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen

  • Multilaterale Organisationen, z. B. UNDP, Entwicklungsbanken (EBRD, ADB), Bretton-Woods-Institutionen

  • Zivilgesellschaftliche Organisationen

  • Nationale Partner

  • Privatwirtschaft

 

Aktuelle Projekte

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Integrated Health and Habitat Improvement (IHHI) Rasht Valley, Tajikistan

01.01.2018 - 31.12.2021

Rasht Valley is the most neglected and fragile region in Tajikistan - the poorest country of the former Soviet Union republics. The region marked by a sluggish transition and fragility patterns – remnants of the Civil War in the country. This project will improve quality of living conditions of Rasht Valley’s population by increasing access to better quality drinking water, sanitation and healthcare services, as well as strengthening resilience of communities to the impact of natural hazards.




Medical Education Reforms in Kyrgyzstan

01.05.2017 - 30.04.2021

Although health sector reforms have prioritised family medicine, the medical education system continues to prepare narrow specialists, leading to a shortage of family doctors mainly in rural areas. The Ministry of Health initiated the medical education reforms with focus on family doctors specialty at pregraduate level and compulsory postgraduate clinical practice in the regions. Phase II of the project will finalize the medical education reform implementation process with focus on postgraduate and continuous medical education.


Enhancing Primary Health Care Services in Tajikistan

01.04.2017 - 31.03.2021

Health indicators in Tajikistan are among the poorest in Central Asia. The health system suffers from poor quality of health care services, chronic underfunding, and the implementation of the ongoing reforms is slow. The SDC project supports these reforms by increasing the planning and management capacities of health institutions at all levels, investing in basic rehabilitation of infrastructure, and by empowering the population to take responsibility for their own health and to hold the state accountable.


Gendermainstreaming in SDC to support the implementation of the gender goals in the Agenda 2030 and the new message 2017-2020

01.01.2017 - 31.12.2021

Mit dem strategischen Ziel 7 in der Botschaft 2017-2020 bekräftigt die DEZA die Gleichstellung der Geschlechter als Schlüssel für Armutsreduktion und leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Genderziele der Agenda 2030. Thematische Prioritäten sind die Geschlechtergleichstellung in fragilen Kontexten sowie die Stärkung der ökonomischen und politischen Partizipation von Frauen. Wichtigste Massnahmen sind ein strategischer Politikdialog, Investition in Wissens-management und Gender Expertise sowie Capacity Building und Qualitätssicherung für verstärkte Wirkungsorientierung.  


Central Asia : Water Accountability in Transboundary Chu and Talas River Basins

15.12.2016 - 31.12.2020

Effective water resources management requires data management capacities for proper decision-making at different scales. In this context, a modern, Multi-Level Distributed Water Information Systems is a management instrument that provides stakeholders’ gateways for judicious and sustainable water resources management. The project is aiming at introducing such a modern management information system in transboundary Chu and Talas river basins to improve water accountability and transparency.


Access to Justice in Tajikistan

A lawyer sits at her desk and discusses with a woman.

01.12.2016 - 30.11.2020

Through this project, Switzerland will accompany the Government in realizing a state system providing free legal aid, which will allow the vulnerable (poor) individuals in Tajikistan to better protect their rights and in particular to claim various benefits (e.g. pensions, child allowances). This system will replace the current NGO provided legal aid services. A space for dialogue between civil society and state authorities will also be preserved and will contribute to addressing further legal challenges faced by the population.


UNDP - Strengthening Disaster Risk Governance in Tajikistan (SDRGT)

01.08.2016 - 31.07.2020

Due to frequent occurrence of natural disasters the Government has endorsed number of laws and regulations, and developed relevant structure for DRM. However, the disaster risk governance requires further improvement. The project will assist the Government to expand approaches to risk governance at the national level involving the Government, civil society and the international community and improving local risk governance using risk assessments and risk informed land use planning targeting land owners and users.


Strong and Inclusive Parliamentary Democracy

15.11.2015 - 30.04.2021

The parliamentary democracy in Kyrgyzstan still needs to be strengthened. The project will institutionalise systems allowing the Parliament to held the government accountable for its performance in public service delivery. An increased citizens' participation in the development of national policies will help to identify adequate solutions to people's need and priorities. In this process, citizens will have an oversight on the work and performance of the Parliament and its members.


Contribution to the Cotton Reform Multi-Donors Trust Fund of the World Bank in Uzbekistan

01.09.2015 - 30.09.2021

The World Bank led multi-donor trust fund will contribute to a sustainable cotton reform by thoroughly monitoring child and forced labour during cotton harvest, building the capacities of relevant authorities in terms of international standards and legislaion, raising awareness of the population and the stakeholders' groups involved in cotton picking. This will feed into policy dialogue with the Government and eventually eradicate this harmful practice for the rural population.


Promotion of Sustainable Economic Development inKyrgyzstan

01.06.2015 - 31.12.2020

The project contributes to sustainable economic growth and thus Job creation and increased incomes, especially for youth and women, in Jalal-Abad Oblast of Southern Kyrgyzstan. lt will focus on the development of selected value chains and the promotion of local economic development with the aim to enhance the competitiveness of targeted businesses and export sectors and, complementarily, to promote a business enabling environment as a precondition for private sector growth.

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