Berufsbildung: Sprungbrett in die Arbeitswelt

Hochwertige Berufsbildung kann einen entscheidenden Beitrag zur Armutsreduktion leisten, wenn sie es den Lernenden ermöglicht, langfristig und unter würdigen Arbeitsbedingungen im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Im Vordergrund steht ein Wirtschaftswachstum zum Wohle aller. In Zusammenarbeit mit den Behörden und dem Privatsektor entwickelt die DEZA Ausbildungsangebote, die den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes gerecht werden.

Fokus der DEZA

Die DEZA macht sich für eine Berufsbildung stark, dank der die Lernenden die nötigen Qualifikationen erlangen, um am Wirtschaftsleben teilzuhaben und eine ansprechende Erwerbsarbeit zu finden. Wer eine Berufsausbildung absolviert hat, soll in der Lage sein, in der formellen oder informellen Wirtschaft als Angestellter oder Selbständiger Arbeit zu finden.

Die erhöhte Beschäftigungsfähigkeit von Absolventen und ihr Beitrag zur Produktivitätssteigerung in den Unternehmen sind für die DEZA Schlüsselaspekte. Es braucht mehr Bildungsangebote, von denen alle Bevölkerungsgruppen profitieren: arme und besser situierte Menschen, Männer und Frauen, Stadt- und Landbevölkerung.

Damit das Angebot den Bedürfnissen der Lernenden und den Erwartungen der Wirtschaft gerecht wird, ist die DEZA bestrebt, nicht nur öffentliche Behörden, sondern auch den Privatsektor in die Ausarbeitung und die Umsetzung neuer Berufsbildungsprogramme einzubeziehen. Diese Programme sind relevant, wenn sie – nach dem Vorbild des dualen Bildungssystems der Schweiz – sowohl theoretische als auch praktische Kenntnisse vermitteln.

Die DEZA setzt sich einerseits für ein besseres Berufsbildungsangebot ein und fördert andererseits die Anerkennung praktischer Berufserfahrungen und informeller, bisweilen selbst erworbener Berufskenntnisse, die manche Fachleute vorweisen können.

In gewissen Kontexten befürwortet die DEZA die Einführung von berufsvorbereitenden Kursen bereits in der obligatorischen Schule. Eine Berufsberatung auf Sekundarschulstufe hat sich als nützlich erwiesen. Im Idealfall ermöglicht die Berufsbildung den reibungslosen Übergang von der Ausbildung in die Arbeitswelt. Zu diesem Zweck ergänzt die DEZA ihre Aktivitäten mit Massnahmen zur Stärkung des Privatsektors und zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

Kontext

Heute sind weltweit 71 Millionen junge Menschen arbeitslos. Fast doppelt so viele sind von Armut bedroht, oft weil sie weder über eine ausreichende Schul- bzw. Berufsbildung noch über eine angemessene Arbeitsstelle verfügen. Weltweit absolvieren lediglich 11 % der Jugendlichen auf Sekundarstufe eine Berufsausbildung.

Damit die Jugendlichen ihr Potenzial auf dem Arbeitsmarkt nutzen können, braucht es zwingend ein vielfältigeres Berufsbildungsangebot. Grundbildung und Berufsbildung sind Grundvoraussetzungen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Es ist wichtig, dass die Berufsbildung auf einer soliden Grundbildung aufbauen und diese gegebenenfalls ergänzen kann.

Eine hochwertige Berufsbildung ist nur sinnvoll, wenn die Absolventinnen und Absolventen anschliessend berufliche Chancen haben. Gemäss Schätzungen der Weltbank müssten pro Jahr 40 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden, um die stets zahlreicher auf den Arbeitsmarkt strebenden Jugendlichen zu absorbieren, namentlich in Subsahara-Afrika und in Südasien.

Die Ausbildung qualifizierter Arbeitskräfte kann die Produktivität ankurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigern, was sich positiv auf das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung auswirkt. Es braucht Zukunftsperspektiven für Benachteiligte und Hoffnung für Jugendliche, damit eine Verschwendung von menschlichem und wirtschaftlichem Potenzial vermieden wird.

Erfahrungsberichte

Menschen, die von Berufsbildungsangeboten profitiert haben, erzählen ihre Geschichte.

Gender und Berufsbildung

Die DEZA integriert das Thema Geschlechtergleichstellung in ihre Projekte und setzt sich dafür ein, dass Frauen Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten.

Aktuelle Projekte

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Projekt abgeschlossen

Vocational Education and Training (VET) Project

VET-sdudent

01.01.2011 - 31.12.2015

The overall goal of this project is to enable rural youth to participate in quality Vocational Education and Training (VET) in order to become more employable and to help them overcome or avoid the poverty trap. The major strategic elements of the project include: a) A focus on young people in rural areas, both male and female; b) Alignment with Mongolian Government policy priorities and support for a high level of national ownership and active political will in relation to the issue; c) A focus on the western region of Mongolia, where there are no other donor activities or mining investments; d) Promotion of a focused intervention (VET) that has a strong and positive correlation with people’s employability and the country’s economic and social development; and e) Benefiting from an important Swiss comparative advantage.


Projekt abgeschlossen
Projekt abgeschlossen

Partnership fund in the Czech Republic

Eine grosse Gruppe Fahrradfahrer in einer Stadt

01.06.2009 - 14.06.2017

The Partnership Fund encourages development of mutual cooperation and partnerships between the Czech and Swiss bodies. The Fund supports smaller projects between 10'000 and 250'000 CHF and contributes through the exchange of know how and best practices to tackle development challenges in the Czech Republic.


Urban Water Security Project

01.01.2018 - 30.06.2022

The project seeks to increase climate resilience of urban water supply and to improve wastewater management with a special emphasis on skills development. It will focus on improving cooperation and establishing partnerships locally, regionally as well as between Peru and Switzerland/Germany. The project is implemented by the German GIZ.


Skills for Competitiveness

01.01.2018 - 31.12.2021

S4C aims at strengthening the vocational education and training (VET) system in Indonesia, by linking selected Polytechnics with the private sector, thus tackling the lack of skilled workers (skills gap) in selected sectors of the indonesian economy.


Program for Sustainable Tourism Development

01.11.2017 - 31.12.2022

Indonesia has the potential to develop a world-class tourism industry, because the country has many natural and cultural tourism assets. The World Economic Forum?s Travel and Tourism Competitiveness Report 2017 ranks Indonesia 42nd (out of 141 countries). Despite this potential, Indonesia faces serious sustainability challenges.


Global program on Textil & Clothing - GTEX

01.01.2017 - 31.12.2021

GTEX addresses challenges faced by the Textile & Clothing (T&C) sector, in particular for companies to meet international market requirements. It will enhance capacities at company level, promote a conducive policy environment and strengthen trade support institutions such as business entities, consultancy firms or training centres.


Projekt abgeschlossen

Destination Management Organisation, WISATA II

15.10.2012 - 30.06.2018

The project?s overall aim is to contribute to Indonesia?s economic development through sustainable tourism. Geographically, WISATA II will focus on three new destinations: Toraja (South Sulawesi), Wakatobi (South East Sulawesi) and Tanjung Punting (South Kalimantan), while phasing out support to Flores.

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