Frauen, Frieden, Sicherheit

Gruppenbild mit Frauen und Männern, die ihre Arme kreuzen, ein Symbol gegen Vergewaltigung.
Gruppenbild am Workshop zu sexueller Gewalt in Zusammenhang mit Konflikten. Die gekreuzten Arme sind ein Symbol gegen Vergewaltigung. (Stop Rape). © IPSTC Nairobi

Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass Frauen eine aktive Rolle spielen: In Konfliktprävention und Friedensprozessen, bei Wiederaufbau und Versöhnung nach Ende des Konflikts. Gleichzeitig sollen Frauen besser geschützt werden – insbesondere vor sexualisierter Gewalt. Dieses Engagement bekräftigt die Schweiz im nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UNO-Resolution 1325 «Frauen, Frieden und Sicherheit».

Die Resolution 1325 des UNO-Sicherheitsrats und die Folgeresolutionen verpflichten die UNO-Mitgliedstaaten dazu, nationale Aktionspläne zu erstellen, um die Resolution umzusetzen. Der Aktionsplan 2018-2022 der Schweiz, der vierte seiner Art, setzt fünf thematische Schwerpunkte:

  1. Wirkungsvoller Einbezug von Frauen in die Konfliktprävention

  2. Mitwirkung und Einfluss von Frauen im Beilegen von Konflikten und in Friedensprozessen

  3. Schutz vor sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt in Konflikten, auf der Flucht und bei der Migration

  4. Beteiligen von Frauen an Friedenseinsätzen und in der Sicherheitspolitik

  5. Multi- und bilaterales Engagement für die Resolution 1325 «Frauen, Frieden und Sicherheit». 

Massnahmen und Umsetzung werden jährlich überprüft. Die Ergebnisse fliessen unter anderem ein in den Bericht des UNO-Generalsekretärs.

Nationaler Aktionsplan der Schweiz zur Umsetzung der UNO-Resolution 1325

Engagement des EDA

Das EDA unterstützt Projekte und Organisationen, die in ihrer Arbeit vor Ort für Frieden und Sicherheit sowie in der internationalen Zusammenarbeit die Resolution 1325 berücksichtigen.

UNO-Resolution 1325 «Frauen, Frieden, Sicherheit»

Die Resolution 1325 verlangt völkerrechtlich verbindlich, dass Frauen auf allen Ebenen angemessen und gleichberechtigt in Konfliktprävention, Friedensprozesse und Sicherheitspolitik sowie den staatlichen Wiederaufbau einzubeziehen sind. Die UNO und ihre Mitgliedstaaten sind zudem verpflichtet, Frauen in und nach Konflikten insbesondere vor sexualisierter und genderbasierter Gewalt zu schützen und Massnahmen zur Prävention zu ergreifen.

Sie müssen Massnahmen ergreifen, um

  • Frauen vermehrt an der der Friedensförderung zu beteiligen.

  • die Rechte von Frauen und Mädchen in und nach Konflikten zu schützen sowie genderspezifischer Gewalt vorzubeugen.

  • die Gender-Perspektive in Nothilfe, Wiederaufbau in und nach Gewaltkonflikten und bei der Konfliktprävention sowie bei der Vergangenheitsarbeit stärker zu berücksichtigen.

Die UNO-Mitgliedsstaaten werden gleichzeitig dazu angehalten, die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Frauen und Männern in Krieg und Nachkriegssituationen, in der zivilen Krisenprävention und beim staatlichen Wiederaufbau zu berücksichtigen. Damit anerkennt der UNO-Sicherheitsrat Ende Oktober 2000 erstmals, dass Frauen in Krieg und Frieden andere Erfahrungen machen als Männer.

UNO-Resolution 1325 vom 31. Oktober 2000

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