Jugendbeschäftigung – das Potenzial nutzen

Lehrlinge in Albanien an einer thermohydraulischen Maschine.
Die DEZA unterstützt zusammen mit dem Privatsektor ein auf den Arbeitsmarkt abgestimmtes Berufsbildungsangebot. © DEZA

In den Entwicklungs- und Transitionsländern finden viele Jugendliche keine ihren Fähigkeiten entsprechende Stelle. Die DEZA engagiert sich dafür, Brücken zwischen der Berufsbildung und der Arbeitswelt zu schlagen. Die Zusammenarbeit des öffentlichen und des privaten Sektors erschliesst den Jugendlichen relevante Ausbildungen, dank derer sie später eine angemessene Stelle finden.

Fokus der DEZA

Die DEZA passt ihre Projekte dem lokalen Kontext an und öffnet besonders den am meisten benachteiligten Jugendlichen das Tor zum wirtschaftlichen Leben: Langzeitarbeitslosen, ethnischen Minderheiten, Frauen und Bevölkerungsgruppen in infrastrukturschwachen Regionen. Die Strategie der DEZA im Bereich Jugendbeschäftigung umfasst drei Schwerpunkte:

  • Auf den Arbeitsmarkt abgestimmtes Berufsbildungsangebot
    Die DEZA legt in ihren Partnerländern besonderes Gewicht auf die Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und Ausbildungsinstitutionen, insbesondere bei der Erarbeitung der Lehrpläne, aber auch bei der Durchführung der Ausbildungen und der Zertifizierung. Mittels eines Dialogs mit Bildungsträgern, Firmen und Verbänden sowie staatlichen und privaten Arbeitsvermittlungsstellen identifiziert und definiert die DEZA aussichtsreiche Berufsfelder und auf dem Arbeitsmarkt erwartete Fähigkeiten. Die Zusammenarbeit garantiert, dass die Berufsbildung der Nachfrage nach spezifischen Qualifikationen entspricht, und verbessert die Qualität und Relevanz des Ausbildungsangebots.
  • Effiziente Arbeitsvermittlungsstellen
    Die DEZA setzt sich in ihren Projekten für gut ausgebaute Berufsberatungsdienste ein, um junge Menschen auf zukunftsträchtige Berufsfelder aufmerksam zu machen und Vorurteile zu beseitigen. Nach Abschluss der Ausbildung werden Stellensuchende von den Arbeitsvermittlungsstellen begleitet: Diese vermitteln ihnen Informationen zu passenden Arbeitsstellen und ergreifen auch Arbeitsmarktmassnahmen für schwieriger vermittelbare junge Menschen.
  • Dynamisches und transparentes Wirtschaftsgefüge
    Um neue Arbeitsplätze zu schaffen, brauchen Unternehmen transparente, stabile und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen. Klein- und Kleinstunternehmen – häufig die wichtigsten Arbeitgeber – spielen hier eine Schlüsselrolle. Die DEZA setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für Arbeitgeber zu verbessern, z.B. durch Anreize wie Praktika, und sie fördert Start-ups und Unternehmensgründungen. Zudem trägt sie zur Verbesserung der regulatorischen und wirtschaftlichen Marktbedingungen bei. Dazu unterstützt sie Politiken und Projekte zur Förderung der guten Regierungsführung, der Privatwirtschaft und des Finanzsektors.

Kontext

Das Angebot an Fähigkeiten und die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt für Jugendliche entwickeln sich immer weiter auseinander. Gemäss dem Internationalen Arbeitsamt (IAA) besteht diese Tendenz seit Langem. Die weltweite Jugendarbeitslosigkeit wurde 2013 auf 12,6 % geschätzt, für Langzeitarbeitslose noch höher. In den Entwicklungsländern, in denen 90% aller Jugendlichen leben, sind zwei Drittel der jungen Menschen unterbeschäftigt.  

Dies hat viele Gründe. Erstens gibt es in den Entwicklungs- und Transitionsländern noch zu wenige Arbeitsplätze. Zweitens fällt es den Jugendlichen wegen der fehlenden Qualifikation, Berufserfahrung und Vernetzung schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Mit der Zeit verschwimmen für sie die Grenzen zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit immer mehr, v.a. weil der Anteil der Zeitarbeit und Teilzeitarbeit exponentiell zunimmt. Jugendliche mit prekären Jobs haben kaum Mittel, um ihre Situation zu verändern. Viele rutschen deshalb in die informelle Wirtschaft ab. Diese Grauzonen sind durch unbeständige Arbeitsverhältnisse, mangelhaften arbeitsrechtlichen Schutz, fehlende Sozialleistungen sowie Steuerausfälle für den Staat gekennzeichnet.

Mit der Einführung neuer Technologien verändern sich die Anforderungen des Arbeitsmarkts ständig. Um damit Schritt zu halten, müssen die Jugendlichen Zugang zu relevanten Ausbildungen von hoher Qualität erhalten, die in Partnerschaft mit dem Privatsektor entwickelt werden.  

Dokumente

Aktuelle Projekte

Objekt 1 – 12 von 25

Kakuma: Erwerb von beruflichen Kompetenzen in einem Flüchtlingslager

Ein Mann repariert in seiner Werkstatt einen Computer. Sechs Personen schauen ihm zu.

01.07.2016 - 30.06.2019

Das DEZA-Pilotprojekt vermittelt Flüchtlingen und der Lokalbevölkerung in Kakuma in angewandten Kursen Berufswissen, damit sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. In der ersten Phase des 2013 gestarteten Projekts erhielten über 500 junge Menschen eine Ausbildung. Die zweite Phase hat am Sommer 2017.

Land/Region Thema Periode Budget
Kenia
Migration
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Zwangsmigration (Flüchtlinge, Binnenvertriebene, Menschenhandel)
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Schutz und Zugang
BILDUNG
HUMANITÄRE HILFE
BILDUNG
BILDUNG
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Materielle Nothilfe und Leistungen
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Grundlegende Alltagsfertigkeiten für Jugendliche und Erwachsene
Menschenrechte

01.07.2016 - 30.06.2019


CHF 2'050'000



Berufsbildung in Tunesien – Beschäftigung als Ziel

In Tunesien können Jugendliche auf Stellensuche dank einem DEZA-Programm Fach- und Sozialkompetenzen erwerben, die in der Berufswelt gefragt sind.

01.01.2016 - 31.12.2020

Ein DEZA-Programm erhöht die Arbeitsmarktfähigkeit von jungen Studienabgängerinnen und -abgängern in Tunesien. Es sieht Berufsbildungsangebote vor, welche praktische Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, die in der Arbeitswelt erforderlich sind.

Land/Region Thema Periode Budget
Tunesien
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Förderung des Arbeitsmarkts
BILDUNG
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Politik und Verwaltung im Beschäftigungsbereich

01.01.2016 - 31.12.2020


CHF 9'603'475



Mittels Musik und Bildung eine gemeinsame «Nil-Kultur» entwickeln

Musikerinnen und Musiker des Nil-Projekts in einem Boot.

01.05.2015 - 31.10.2019

Das Nil-Projekt (Nile Project) wurde ins Leben gerufen, um die Menschen der elf Länder, durch die der Nil fliesst, für das Nilbecken als gemeinsames Gut und Ökosystem zu sensibilisieren. Dieswill das von der DEZA unterstützte innovative Projekt über die Musik und Bildung erreichen. Das Projekt bringt Künstler und Künstlerinnen mit Studierenden und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Seit 2013 haben zahlreiche viel beachtete Konzerte stattgefunden und Studierende entwickeln Initiativen zur Förderung einer besseren Nutzung der Wasserressourcen.

Land/Region Thema Periode Budget
Ägypten
Wirtschaft und Beschäftigung
Bildung
Migration
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Bildung
Umwelt
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Wirtschaft und Beschäftigung
Kultur
Reduktion von Katastrophenrisiken – Vorsorge
Bildungspolitik
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Umweltschutz
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Zugang zu Informationen inkl. Medienförderung und IKT)
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
Kultur
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Migration allgemein (entwicklungspolitische Aspekte und Partnerschaften)
Schutz und Zugang
BILDUNG
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
KOMMUNIKATION
INDUSTRIE
HUMANITÄRE HILFE
BILDUNG
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
BUSINESS & OTHER SERVICES
INDUSTRIE
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
KOMMUNIKATION
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
HUMANITÄRE HILFE
Politik und Verwaltung im Bildungsbereich
Gleichstellungsorganisationen und -institutionen
Kultur und Freizeit
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Katastrophenprävention und Katastrophenschutz
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Politik und Verwaltung im öffentlichen Sektor
Services et institutions de soutien commerciaux
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Förderung des Bewusstseins für Entwicklungszusammenarbeit
Menschenrechte
Gleichstellungsorganisationen und -institutionen
Kultur und Freizeit
Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)
Schutz der Biosphäre
Materielle Nothilfe und Leistungen

01.05.2015 - 31.10.2019


CHF 750'000



Von der Ausbildung zur Beschäftigung (E2E)

Ein Mädchen steuert Maschinen mit einem Computer.

01.04.2015 - 31.12.2019

Serbien steht mitten im Verhandlungsprozess über den Beitritt zur Europäischen Union. Um die für EU-Mitgliedländer geltenden Anforderungen zu erfüllen, muss sich das Land reformieren. Die Jugendarbeitslosigkeit, die bei 27,5% liegt, stellt ein prioritäres Anliegen der serbischen Regierung dar. Im Rahmen der Reform des Berufsbildungssystems möchte sich Serbien auf die Erfolgsfaktoren des dualen Bildungssystems in der Schweiz stützen. Die Schweiz wurde ersucht, diese wichtige Reform zu begleiten.

Land/Region Thema Periode Budget
Serbien
Wirtschaft und Beschäftigung
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Förderung des Arbeitsmarkts
BILDUNG
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Politik und Verwaltung im Beschäftigungsbereich

01.04.2015 - 31.12.2019


CHF 8'010'000



Programme d’Appui à la Formation Professionnelle

01.01.2014 - 31.12.2019

Le marché du travail au Mali est caractérisé par une main d’œuvre peu qualifiée. Dans ce contexte, 300'000 jeunes arrivent chaque année sur ce marché sans compétences. L’offre de formation par domaine et/ou filière est en deçà des attentes du secteur productif. La formation professionnelle e 40'000 personnes dont 50% de femmes à l’horizon 2017, améliore la qualité des ouvrages et augmente la compétitivité des entreprises en contribuant à l’augmentation des revenus dans les régions prioritaires de la DDC et de la coopération danoise.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Education
Agriculture and Food Security
Vocational training and skills development
Labor market development
Agriculture value-chain development
EDUCATION
EDUCATION
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
EDUCATION
MULTISECTOR or CROSS-CUTTING
Vocational training
Advanced technical and managerial training
Employment policy and administrative management
Education facilities and training
Rural development

01.01.2014 - 31.12.2019


CHF 16'957'000



Programm zur Unterstützung eines dezentralen Alphabetisierungsmanagements (PAGEDA)

Zentrum für Erwachsenenalphabetisierung in einer Siedlung der Peul im Dorf Goure Bene, Gemeinde Nikki, Provinz Borgou, 2014

01.01.2014 - 30.09.2020

Das Programm zur Unterstützung eines dezentralen Alphabetisierungsmanagements richtet sich an 30’000 Personen, davon 50% Frauen, und insbesondere Jugendliche zwischen 15 und 30 Jahren, die vom formellen Bildungssystem ausgeschlossen sind (oder keinen Zugang dazu haben). Sie sollen dank qualitativ guten Alphabetisierungsprogrammen die Möglichkeit haben, Lebenskompetenzen zu erwerben und ihre Rechte einzufordern. Ziel ist es, die Ungleichheiten beim Zugang zu Bildung aufgrund von Geschlecht, Alter oder Region zu überwinden.

Land/Region Thema Periode Budget
Benin
Wirtschaft und Beschäftigung
Nicht formelle Grundbildung (inkl. Alltagsfertigkeiten und Alphabetisierung von Jugendlichen und Erwachsenen)
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Förderung des Arbeitsmarkts
BILDUNG
BILDUNG
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
Grundlegende Alltagsfertigkeiten für Jugendliche und Erwachsene
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Politik und Verwaltung im Beschäftigungsbereich

01.01.2014 - 30.09.2020


CHF 6'320'000



Ein Fonds für Berufsausbildungen für benachteiligte Menschen

Eine junge nepalesische Frau arbeitet an einem Sicherungskasten.

01.01.2011 - 30.06.2020

Die DEZA hat mit der nepalesischen Regierung und anderen Partnern den Employment Fund Nepal etabliert. Damit werden Ausbildungen für junge und benachteiligte Menschen ermöglicht. Die Bildungsinstitutionen übernehmen die Kosten und erhalten eine Rückvergütung aus dem Fonds, wenn die ausgebildeten Personen eine Anstellung mit einem zufriedenstellenden Einkommen finden.

Land/Region Thema Periode Budget
Nepal
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Förderung des Arbeitsmarkts
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
BILDUNG
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
INDUSTRIE
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Politik und Verwaltung im Beschäftigungsbereich
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)

01.01.2011 - 30.06.2020


CHF 5'996'665



ProJoven: Vocational training for young people at risk of exclusion

01.01.2018 - 31.12.2021

En la fase II, ProJoven contribuye a la inserción laboral de aproximamiento 6’000 jóvenes en riesgo del Distrito Central, de la región Golfo de Fonseca y Mosquitia/Atlántida. Esto significa un mínimo de 80% de los 7’500 jóvenes formados con un sistema de formación profesional-inserción laboral de calidad y acorde a la demanda del mercado, que alcanza sectores productivos, servicios y turismo. Además, el sistema formación-inserción laboral incorpora un enfoque psicosocial para la sostenibilidad de los resultados.


Modernisation of Vocational Education and Training Programmes

01.06.2017 - 31.12.2020

Modernising VET (Vocational Education and Training) programmes for crafts and improving the quality of work-based-learning will benefit Croatian youth and contribute to the reduction of economic and social disparities between Croatia and the more economically advanced countries of the enlarged European Union (EU), especially in the field of VET.


Prabriddhi - Local Economic Development (LED) at District Level

01.01.2017 - 31.01.2020

In two urban municipalities and their surrounding territories, the public and private sector and civil society will engage in joint local economic strategizing, planning and implementation. A more vibrant, competitive  and better performing economy will benefit all people living in an area including businesses of all sizes and generate opportunities particularly for poor and marginalised women and men. The model of decentralized economic planning developed and refined locally will be replicated across Bangladesh.


Programme d’Appui à l’Education de Base (PAEB)

01.12.2016 - 31.12.2020

Malgré les avancées, le Burkina Faso fait face à des défis d’éducation. Chaque année, de nombreux enfants n’accèdent pas l’école ; la majorité de ceux qui y accèdent, abandonne avant d’avoir fait 6 années de scolarité ; 65% des adultes sont analphabètes. La DDC soutient les fonds communs, permettant au  Gouvernement et à la société civile d’améliorer les performances du système éducatif, à travers la décentralisation, l’adaptation, et l’extension des offres répondant aux besoins des populations.


Programme d’Appui à la Formation Professionnelle et à l’Apprentissage (PAFPA)

01.12.2016 - 31.12.2020

Au Burkina Faso, la majorité des jeunes travaille dans des activités à faible valeur ajoutée, du fait d’un système de formation professionnelle peu efficace et faiblement lié au secteur privé. Le PAFPA entend améliorer l’accès et la qualité de ce système en capitalisant sur les expériences de la DDC dans les secteurs agro-alimentaire et artisanal et en promouvant un partenariat public-privé inédit entre le Ministère de la formation professionnelle, la plus grande organisation patronale et une ONG spécialisée en ingénierie de formation.

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