Zusammenarbeit mit NGO

Die DEZA arbeitet dem Kontext entsprechend mit lokalen, internationalen oder schweizerischen NGO zusammen. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und die Strategie zur Internationalen Zusammenarbeit der Schweiz bilden den strategischen Rahmen der Zusammenarbeit mit den NGO, namentlich auch mit Schweizer NGO. 

Die Kompetenzen und der Leistungsausweis der NGO bilden die Grundlage für die Zusammenarbeit, mit der auch die aktive Rolle der Zivilgesellschaft und die demokratische Teilnahme der Bevölkerung an Entwicklungsprozessen gefördert wird.

Die Strategie über die Internationale Zusammenarbeit bekräftigt in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Förderung des zivilgesellschaftlichen Beitrages an die Armutsreduktion und an die soziale Gerechtigkeit, sowie an die Stärkung demokratischer Prozesse und an die Erhaltung globaler öffentlicher Güter.

Zusammenarbeit mit Schweizer NGO

Die Richtlinien für die Zusammenarbeit mit Schweizer NGO basieren auf den Empfehlungen der unabhängigen Evaluation der DEZA-Partnerschaften mit Schweizer NGO. Die DEZA arbeitet mit Schweizer NGO zusammen, die gegenüber anderen Partnern für die Umsetzung der Agenda 2030 und der Strategie der Schweiz zur internationalen Zusammenarbeit einen Mehrwert erbringen und den Qualitätskriterien bezüglich Betriebsführung, Rechenschaftslegung und Risikomanagement genügen.

Unabhängige Evaluation der DEZA-Partnerschaften mit Schweizer NGO

Botschaft zur IZA

Ziele der Zusammenarbeit mit Schweizer NGO

Die Zusammenarbeit der DEZA mit Schweizer NGO soll dazu dienen, Synergien und Multiplikationseffekte zu schaffen, um die Ziele der internationalen Zusammenarbeit (IZA) der Schweiz zu erreichen. Die Kooperation mit in der Schweizer Bevölkerung gut verankerten NGO stärkt auch das Verständnis für diese aussenpolitische Tätigkeit.

Massnahmen zur Umsetzung

  • Stärkung der Zivilgesellschaft in Entwicklungs- und Transitionsländern sowie in humanitären Krisen:
    Eine starke, gut organisierte Zivilgesellschaft ist entscheidend für die wirksame Verteidigung der Menschenrechte, die Förderung der Geschlechtergleichstellung, eine inklusive und nachhaltige Entwicklung sowie partizipatorische politische Prozesse.
  • Zugang zu Schweizer Fachwissen, Innovation und Dienstleistungen:
    Aufgrund ihrer thematischen und operationellen Expertise und ihrem Know-how sowie ihrer fundierten Kenntnisse der lokalen Kontexte sind Schweizer NGO wichtige Vermittler von Fachwissen und Innovation an lokale Akteure. 

Prinzipien der Zusammenarbeit mit Schweizer NGO

Im Interesse der Wirksamkeit, Nachhaltigkeit und Effizienz der IZA orientiert sich die Zusammenarbeit der DEZA mit Schweizer NGO an den folgenden sieben Prinzipien:

  1. Stärkung des Nexus zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit
  2. Menschenrechtsbasierter Ansatz für die Geschlechtergleichstellung und gute Regierungsführung
  3. Einbezug des Politikdialogs
  4. Förderung von Partnerschaften und einer sektorübergreifenden Zusammenarbeit
  5. Förderung und Respektierung der Eigenverantwortung
  6. Förderung und Respektierung von Wirksamkeit, Transparenz und Rechenschaft
  7. Optimierung der Wirtschaftlichkeit und Minimierung der Transaktionskosten 

Richtlinien für die Zusammenarbeit mit Schweizer NGO (PDF, 353.7 kB, Deutsch)

Modalitäten der Zusammenarbeit mit NGO

Mit Beiträgen unterstützt die DEZA von NGO initiierte Aktivitäten. Aufträge (Mandate) sind von der DEZA initiierte Aktivitäten, die von NGO oder anderen Akteuren durchgeführt werden.

Übersicht Modalitäten (PDF, 243.9 kB, Deutsch)

Aufträge (Mandate) an NGO

Aufträge sind vertragliche Vereinbarungen zur Erbringung von Dienstleistungen. Die DEZA vergibt Aufträge an NGO zur Durchführung von Projekten, die den Zielen von Schweizer Kooperationsstrategien, der humanitären Hilfe oder der Globalprogramme der DEZA entsprechen.

Für die Erteilung von Aufträgen stehen grundsätzlich drei Verfahren zur Verfügung: Ausschreibungsverfahren, Einladungsverfahren und freihändiges Verfahren. Das jeweilige Verfahren richtet sich nach finanziellen Schwellenwerten. Ausschreibungen können ausdrücklich Schweizer Fachwissen als Voraussetzung verlangen und so die Swissness in der Umsetzung des Auftrags stärken.

Die Aufträge werden durch die operativen Einheiten der DEZA an der Zentrale oder in den Vertretungen vergeben. Aufträge können nicht nur für die Umsetzung von Projekten der DEZA, sondern auch für Multi-Stakeholder-Projekte mit Beteiligung der DEZA erteilt werden.

Aufträge (Mandate)

Beiträge an NGO

Die DEZA kann mittels Beiträgen von NGO initiierte Programme und Projekte unterstützen. Dabei wird zwischen Programmbeiträgen und gezielten Beiträgen unterschieden.

Programmbeiträge

Programmbeiträge sind Zuschüsse, die an internationale Programme von Schweizer NGO ausgerichtet werden. Programmbeiträge erlauben es den NGO, agil und flexibel auf veränderte Situationen zu reagieren. Sie fördern ein agiles Management, stärken die Arbeit im Nexus zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit und ermöglichen es den NGO, innovative Ansätze zu erproben.   

Programmbeiträge

Gezielte Beiträge

Gezielte Beiträge können von der DEZA für spezifische Projekte oder Initiativen von schweizerischen oder ausländischen NGO vergeben werden. Solche Beiträge werden für Aktivitäten geleistet, die den thematischen und regionalen bzw. länderspezifischen Strategien der DEZA entsprechen.

Gezielte Beiträge