Grundsätzliche Einschätzung
Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Venezuela wird abgeraten. Von Reisen in einzelne Landesteile wird generell abgeraten. Siehe Kapitel Spezifische regionale Risiken.
Mit der militärischen Operation vom 3. Januar 2026 wurde eine Übergangsregierung eingesetzt. Die politischen Spannungen sind hoch und die Entwicklung der Lage ist weiterhin ungewiss.
Demonstrationen mit gewaltsamen Auseinandersetzungen sind möglich. Ausschreitungen aufgrund politischer Spannungen haben in der Vergangenheit Todesopfer und Verletzte gefordert. Auch Sachbeschädigungen und Plünderungen können vorkommen. Soziale Medien können zeitweise gesperrt werden.
Für ausländische Reisende besteht ein Risiko, festgenommen, verhört und inhaftiert zu werden.
Die Kriminalitätsrate und die Gewaltbereitschaft sind hoch.
Es bestehen Engpässe bei der Treibstoff-, Wasser- und Stromversorgung. Güter des täglichen Bedarfs und Medikamente können über längere Zeiträume nicht verfügbar sein, insbesondere in ländlichen Gegenden.
Im Falle von Unruhen, Strassensperren, Streiks und Versorgungsengpässen wird den Reisenden empfohlen, sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und/oder gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die Schweizerische Botschaft in Caracas hat je nach Situation nur eng begrenzte oder keine Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.
Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Venezuela nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen
Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien, bei Ihrem Reiseveranstalter oder bei den lokalen Behörden über die Entwicklung der Lage, falls Sie aus dringenden Gründen nach Venezuela reisen müssen. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren) und meiden Sie Kundgebungen und grosse Menschenansammlungen jeder Art.