Martin Schläpfer


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Samstag, 01.01.2022 – Montag, 01.01.2024

Tanz; Performance

Martin Schläpfer
Martin Schläpfer © Tillmann Franzen

Zur Spielzeit 2020/21 hat der Schweizer Martin Schläpfer die Leitung des Wiener Staatsballetts übernommen. Der renommierte Choreograph und Ballettdirektor hat zuletzt das mehrfach preisgekrönte Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg zu internationalem Rang geführt. Seine Werke faszinieren mit ihrer Intensität, ihrer Virtuosität, ihren zutiefst berührenden Bildern und einer prägnanten Bewegungssprache, die sich als ein Musizieren mit dem Körper begreift, immer aber auch die Stimmungen und Fragestellungen der heutigen Zeit reflektiert.
Gleich mehrere Programme geben 2020/21 die Gelegenheit zur Begegnung mit Martin Schläpfers Kunst – darunter zwei Uraufführungen: Zu Gustav Mahlers 4. Symphonie und Dmitri Schostakowitschs 15. Symphonie entstehen zwei neue Werke für Wien, die zugleich auch der Beginn des intensiven kreativen Dialogs sind, den Martin Schläpfer in den kommenden Jahren mit den Künstlerinnen und Künstlern seines Ensembles gestalten wird.
Als Direktor zeigt sich Martin Schläpfer als ein Brückenbauer, der die grossen Balletttraditionen selbstverständlich weiter pflegen, aber den Spielplan auch um wichtige Künstler der Gegenwart und eine grosse Vielfalt an choreographischen Handschriften bereichern wird. Die Meister der amerikanischen Neoklassik George Balanchine und Jerome Robbins werden weiterhin zu den Fixsternen des Wiener Spielplans gehören, ebenso wie der Niederländer Hans van Manen. Erstmals sind mit dem Staatsballett 2020/21 dagegen Werke von Alexei Ratmansky sowie der beiden grossen American Modern Dance Künstler Paul Taylor und Mark Morris zu erleben. Aber auch die Tanzmoderne, deren Heimat das Nederlands Dans Theater ist, wird mit Werken Sol Leóns & Paul Lightfoots, Jiří Kyliáns und natürlich Hans van Manens begeistern.
Besonders am Herzen liegt Martin Schläpfer die enge Zusammenarbeit mit den beiden Klangkörpern der Staats- und der Volksoper, mit international renommierten Dirigenten und Instrumentalisten. Neben der Erarbeitung der Symphonien Mahlers und Schostakowitschs mit dem Orchester der Wiener Staatsoper ist die Neueinstudierung von Martin Schläpfers »Ein Deutsches Requiem«, an der auch der Chor und Zusatzchor sowie Sängerinnen und Sänger der Volksoper mitwirken, ein weiterer Höhepunkt der Saison.
Im Repertoire bleiben die grossen Produktionen des Ensembles: in der Staatsoper neben »Jewels« auch die Handlungsballette »La Fille mal gardée«, »Giselle« und »Schwanensee«. In der Volksoper stehen erneut das beliebte Familienstück »Peter Pan« sowie »Coppélia« auf dem Spielplan. Die »Nurejew-Gala« wird als Reverenz an diesen für Wien und die Welt so wichtigen Ausnahme-Tänzer und Choreographen in Zukunft in einem zweijährigen Rhythmus stattfinden.

Ort: Wiener Staatsoper / Volksoper Wien