Grundsätzliche Einschätzung
Von Reisen in den Irak sowie in die Teilautonome Region Kurdistan wird abgeraten.
Militärische Eskalation in der Region
Weitere Einschränkungen im Reiseverkehr können nicht ausgeschlossen werden (kurzfristige Sperrungen des Luftraums, verspätete und annullierte Flüge etc.).
Halten Sie sich über die Lageentwicklung auf dem Laufenden und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.
Für Schweizer Staatsangehörige, die sich im Irak aufhalten:
Wenn Sie das Land verlassen möchten, nutzen Sie die verfügbaren kommerziellen Transportmittel. Auskunft erteilen die Fluggesellschaften. Beachten Sie dabei die Anordnungen der lokalen Behörden und die erforderlichen Vorsichtsmassnahmen.
Der Entscheid zur Ausreise erfolgt freiwillig, auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten der ausreisenden Person.
Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Angehörigen und informieren Sie diese über Ihre Abreise.
Schweizer Staatsangehörige, die beschliessen im Land zu bleiben oder entgegen der Empfehlung des EDA in den Irak zu reisen müssen sich bewusst sein, dass im Falle einer weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage die Schweiz unter Umständen nur noch begrenzte oder gar keine Dienstleistungen mehr erbringen kann und auch nur begrenzte Möglichkeiten zur Hilfe in Notfällen haben wird.
Meiden Sie Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen jeder Art und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden. Beschränken Sie Reisen innerhalb des Landes auf das notwendige Minimum und klären Sie vorgängig die Sicherheitslage ab.
Die Sicherheit ist nicht gewährleistet und die Sicherheitslage kann sich kurzfristig ändern. Die politische und soziale Lage ist angespannt. Das Risiko einer Eskalation bleibt im irakischen Umfeld, das weiterhin von Sicherheitsvorfällen betroffen ist, bestehen.
Gewaltsame Proteste und Demonstrationen kommen regelmässig vor. Dabei können gewalttätige Zusammenstösse zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften nicht ausgeschlossen werden; diese fordern Todesopfer und Verletzte. Die Sicherheitskräfte verwenden scharfe Munition um Demonstrationen aufzulösen.
In gewissen Gebieten sind terroristische Aktivitäten militanter islamistischer Gruppen zu verzeichnen. Kleinere Fraktionen der Terrorgruppe «Islamischer Staat (IS)» halten sich vor allem in den Provinzen Nineveh, Diyala, Kirkuk und Anbar auf, wo sie von der irakischen Armee bekämpft werden. Die (ehemaligen) Kampfzonen sind teilweise stark vermint.
Die Kriminalität stellt eine ernsthafte Bedrohung dar. Es kommt landesweit zu bewaffneten Raubüberfällen und gewalttätigen Übergriffen; darunter auch organisierte Kriminalität.
Das Risiko von Entführungen durch terroristische und kriminelle Gruppierungen aus politischen sowie finanziellen Gründen (gegen Lösegeld, Express-Entführungen) ist hoch und besteht für einheimische wie für ausländische Personen.
Es kann im ganzen Land zu Anschlägen sowie Raketen- und Granatenangriffen kommen. Attentate richten sich unter anderem gegen die lokalen Behörden, die Sicherheitskräfte, Kundgebungen, religiöse Stätten, Märkte und Restaurants und gegen Medienschaffende.
Beachten Sie auch die Rubrik Terrorismus und Entführungen.
Terrorismus und Entführungen