Bilaterale Beziehungen

Somalia ist ein Schwerpunktland der «Strategie Horn von Afrika, 2013–2016». Die DEZA intensiviert deshalb die regionale Zusammenarbeit mit Somalia. Am 16.4.2013 hat der Schweizer Bundesrat einen Sondergesandten und Botschafter für Somalia ernannt.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Das von 20 Jahren Bürgerkrieg gezeichnete Land hat mit dem Wiederaufbau begonnen. Die Schweiz vertieft die Beziehungen zu Somalia und hat einen Sondergesandten und Botschafter für Somalia mit Sitz in Nairobi ernannt. Sie arbeitet eng mit der föderalen Regierung Somalias in Mogadischu zusammen und unterstützt auch die Nachbarländer. UNO-Agenturen, Nicht-Regierungsorganisationen und regionale Organisationen wie die Afrikanische Union und die Intergovernmental Authority on Development sind wichtige Partner.

Die Humanitäre Hilfe der Schweiz lindert die Not vieler Menschen in Somalia. Die Schweiz unterstützt den Friedens- und Staatsbildungsprozess in Somalia und den Aufbau eines funktionierenden Staats. Sie setzt sich ein für eine gute Regierungsführung, für rechtsstaatliche Prinzipien und für den Schutz und die Durchsetzung der Menschenrechte.

Bilaterale Abkommen

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Der Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Somalia sind begrenzt; 2012 belief sich das Handelsvolumen auf 30’000 CHF. Die Schweiz importierte ätherische Öle aus Somalia und exportierte Büromaterial und elektronische Geräte.

Die somalische Diaspora in der Schweiz und auf der ganzen Welt unterstützt ihr Heimatland mit Geldüberweisungen an Familienangehörige. Diese Zahlungen sind ein wichtiger Bestandteil der somalischen Wirtschaft.

Handelsförderung (Switzerland Global Enterprise)

Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Forschende und Kulturschaffende aus Somalia können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.

Schweizer Bundesstipendien

Friedensförderung und Menschliche Sicherheit

Die Friedensförderung ist ein Bestandteil der Schweizer Strategie «Horn von Afrika, 2013–2016». Die Schweiz unterstützt Projektpartner beim Staatsbildungs- und Demokratisierungsprozess sowie beim Aufbau von Dialogplattformen für Akteure in Somalia. Und sie trägt zum UN-Minenräumprogramm in Somaliland und Puntland bei.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Die «Strategie Horn von Afrika, 2013–2016» fokussiert die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe der Schweiz auf vier Themen:

  • Ernährungssicherheit und ländliche Entwicklung
  • Gesundheit
  • Migration
  • Gute Regierungsführung, Friedensprozess und Konflikttransformation

Somalia und das Horn von Afrika sind regelmässig von Dürren betroffen; 2011 verursachten ausbleibende Regenfälle eine akute Krise. Ende 2013 waren noch immer 2.3 Mio. Menschen auf Unterstützung angewiesen.

An der «A new Deal for Somalia»-Konferenz vom 16.9.2013 in Brüssel hat die internationale Gemeinschaft 1.8 Mrd. EUR für Somalia gesprochen. Damit unterstützt sie den Friedens- und Staatsbildungsprozess. Im Rahmen der «Strategie Horn von Afrika, 2013–2016» beteiligt sich die Schweiz an diesem Prozess.

Das DEZA-Regionalbüro für das Horn von Afrika in Nairobi lanciert und betreut die Umsetzung der Schweizer Entwicklungsprojekte. Es ist auch der Ansprechpartner für Projekte der Humanitären Hilfe in Kenia, Äthiopien und Somalia.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Schweizerinnen und Schweizer in Somalia

Ende 2015 lebten 20 Schweizer Staatsangehörige in Somalia, davon ein Doppelbürger.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Die Schweiz anerkannte Somalia als eigenständigen Staat unmittelbar nach dem das Land am 1.7.1960 die Unabhängigkeit erlangte. Sie engagiert sich seither in Entwicklungsprojekten und leistet humanitäre Hilfe.

Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz