Spezifische regionale Risiken
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Südliche bzw. südöstliche Landesteile einschliesslich Delta Region:
Es wird abgeraten von Reisen in die Bundesstaaten Abia, Akwa Ibom, Anambra, Bayelsa, Benue, Cross River, Delta, Ebonyi, Edo, Imo, Ondo und Rivers.
In den Ölförderungsgebieten kommt es regelmässig zu Unruhen und Entführungen. In Port Harcourt, der Hauptstadt des Rivers State, gibt es immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen. Im Bundesstaat Benue häufen sich in den letzten Jahren Angriffe auf Dörfer, die zahlreiche Todesopfer und Verletzte fordern.
Nördliche Landeshälfte:
Von Reisen in die Bundesstaaten Adamawa, Bauchi, Borno, Gombe, Jigawa, Kaduna, Kano, Katsina, Kebbi, Sokoto, Yobe und Zamfara wird abgeraten.
In den nördlichen Bundesstaaten kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, die bereits Tausende von Todesopfern gefordert haben. Regelmässig kommen bei Sprengstoffanschlägen und bewaffneten Überfällen durch terroristische Gruppierungen Personen ums Leben oder werden verletzt. Weitere Anschläge sind zu erwarten.
Das Entführungsrisiko für einheimische und ausländische Personen ist in der nördlichen Landeshälfte sehr hoch; es kommt immer wieder zu Massenentführungen.
Abuja (Federal Capital Territory):
Die Sicherheitslage bleibt trotz der Präsenz staatlicher Sicherheitskräfte angespannt. In der Hauptstadt Abuja kam es wiederholt zu Anschlägen mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten.
Im Raum Abuja kommt es immer wieder zu Entführungen durch bewaffnete Gruppen, insbesondere in den Randgebieten des Federal Capital Territory sowie entlang der Verbindungsstrassen nach Kaduna und Kano.
Auf den Strassenverbindungen Abuja-Kaduna-Kano werden regelmässig Überfälle und Entführungen durch bewaffnete Gruppen gemeldet. Weitere Ereignisse dieser Art können nicht ausgeschlossen werden. Lassen Sie besondere Vorsicht walten, falls Sie aus dringenden Gründen nach Abuja reisen müssen.
Lagos (Lagos State):
In der Metropolregion Lagos kommt es regelmässig zu schweren Gewalt‑ und Eigentumsdelikten, darunter bewaffnete Überfälle, Raub im Strassenverkehr sowie gezielte Diebstähle. Vereinzelt kam es bei solchen Vorfällen auch zu Todesfällen. Besonders gefährdet sind wichtige Verkehrsachsen, insbesondere bei Staus oder nach Einbruch der Dunkelheit. Auch Überfälle durch bewaffnete Täter auf Fahrzeuge, punktuell mit schwerem bzw. tödlichem Verlauf, sind wiederholt verzeichnet worden. Entführungen kommen seltener vor als in anderen Landesteilen Nigerias, können aber nicht ausgeschlossen werden. Lassen Sie besondere Vorsicht walten, falls Sie aus dringenden Gründen nach Lagos reisen müssen.
Bundesstaaten Kogi, Nasarawa und Plateau:
Von Reisen in die Bundesstaaten Kogi, Nasarawa und Plateau wird abgeraten.
Die Sicherheitslage in diesen Regionen bleibt angespannt und ist von wiederkehrender Gewalt geprägt. Immer wieder kommt es zu schweren Angriffen auf Dörfer, zu bewaffneten Zusammenstössen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen sowie zu Konflikten zwischen sesshaften Gemeinschaften und durchziehenden Nomaden. Diese Auseinandersetzungen führen regelmässig zu zahlreichen Todesopfern und Verletzten.
Im Bundesstaat Kogi besteht zudem ein deutlich erhöhtes Risiko von Entführungen. Bewaffnete Gruppen gehen dort wiederholt gegen Zivilpersonen, Reisende sowie Mitarbeitende von Unternehmen oder Hilfsorganisationen vor.
Auch bei Reisen in Bundesstaaten, die oben nicht spezifisch erwähnt sind, ist grösste Vorsicht geboten. Siehe Kapitel Grundsätzliche Einschätzung.