Gültig am:
Publiziert am: 11.01.2022

Das Kapitel Kriminalität ist ergänzt worden. (Gepanschter Alkohol, hohe Gewaltbereitschaft)


Reisehinweise für Dominikanische Republik

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Sonderinformation: Coronavirus (Covid-19)

In allen Regionen der Welt besteht das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Der Bundesrat empfiehlt, auf Reisen in Staaten mit einer besorgniserregenden Virusvariante zu verzichten. Auf der Liste der Länder mit besorgniserregender Virusvariante des Bundesamtes für Gesundheit BAG ist ersichtlich, ob und welche Staaten zurzeit in diese Kategorie fallen.
BAG: Liste der Länder mit besorgniserregender Virusvariante

Auslandreisen erfordern eine sorgfältige Vorbereitung und ein hohes Mass an Flexibilität. Bedenken Sie namentlich folgende Punkte:

  1. Schweiz– Empfehlungen und Informationen des Bundesamtes für Gesundheit BAG: Das BAG bestimmt die grenzsanitarischen Massnahmen für die Einreise in die Schweiz, z.B. Einreiseformular, Covid-Zertifikat, Testpflicht, Quarantäne.
  2. Ausland – Ein- und Ausreisevorschriften: In zahlreichen Ländern bestehen weiterhin Einreiserestriktionen und/oder besondere Bestimmungen für die Ausreise.
  3. Ausland – Massnahmen innerhalb eines Landes: In vielen Ländern sind weiterhin diverse Massnahmen zur Eindämmung des Virus in Kraft.
  4. Ausland – medizinische Versorgung: Das Coronavirus strapaziert das Gesundheitswesen weltweit.
  5. Ausland – Unterstützung seitens EDA: Das EDA unterstützt im Rahmen des konsularischen Schutzes.
  6. Internationale Verkehrsverbindungen: Flug- und andere Verkehrsverbindungen sind teilweise noch eingeschränkt.

Beachten Sie den Fokus «Coronavirus (COVID-19).

Aktuelles

Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen im Fokus «Coronavirus (COVID-19)» und des Bundesamtes für Gesundheit BAG.
Fokus Coronavirus (COVID-19)
BAG: Coronavirus

Um die Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen zahlreiche Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in der Dominikanischen Republik, beachten Sie die Informationen der zuständigen lokalen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die Botschaft der Dominikanischen Republik in Bern.
Ministerio de salud pública, Dirección General de Epidemiología

Ministry of Tourism: Information on Coronavirus (COVID-19)
Botschaft der Dominikanischen Republik

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Grundsätzliche Einschätzung

Bei Reisen in die Dominikanische Republik ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Das Land kann als stabil bezeichnet werden, die Kriminalitätsrate ist jedoch sehr hoch.

Soziale, politische und wirtschaftliche Unzufriedenheit wird gelegentlich in Demonstrationen und Streiks geäussert. Meiden Sie Kundgebungen und grössere Menschenansammlungen jeder Art, da Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in der Dominikanischen Republik nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist im ganzen Land sehr hoch. Der Besitz und Einsatz von Schuss- und anderen Waffen ist weit verbreitet. Häufig sind zum Beispiel Taschendiebstähle, Raubüberfälle, das Aufbrechen von Autos und Einbrüche in Privat- und Ferienhäuser. Überfälle durch bewaffnete Personen auf Motorrädern kommen ebenfalls vor.

Immer wieder werden ausländische Staatsangehörige in ihren (Ferien-)Häusern Opfer von Überfällen, zum Teil mit Todesfolge.

Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Lassen Sie stets Vorsicht walten und beobachten Sie Ihre Umgebung, vor allem abends.
  • Einige Quartiere von Santo Domingo, Sosua und Boca Chica sind besonders nachts gefährlich. Informieren Sie sich bei ortsansässigen Kontaktpersonen oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten.
  • Tragen Sie ausserhalb der bewachten Zonen keine Wertgegenstände (Uhren Schmuck etc.) auf sich. Deponieren Sie diese zusammen mit den Ausweispapieren im Hotelsafe. Tragen Sie jedoch immer eine Fotokopie des Passes auf sich.
  • Setzen Sie Ihre Kreditkarte mit Vorsicht ein, denn Missbrauch kommt vor.
  • Benutzen Sie Bancomaten im Innern von Bankgebäuden oder Einkaufszentren. Beziehen Sie nur kleinere Beträge, da gerade ausländische Staatsangehörige oft beobachtet werden.
  • Es sind Fälle bekannt geworden, in denen illegaler, gepanschter Alkohol schwere Gesundheitsschäden oder den Tod verursacht hat. Halten Sie sich im Zweifelsfall an die grösseren Hotels und Warenhäuser, oder fragen Sie Ihre Reiseleiterin oder Ihren Reiseleiter oder eine lokale Vertrauensperson, wo legal hergestellte Getränke erworben werden können.
  • Geben Sie keinerlei Informationen über sich selbst oder über Ihre Angehörigen (Adressen, Telefon- oder Bankkonto-Nummern etc.) an Unbekannte. Es könnte sein, dass diese anschliessend bei Ihrer Familie vorgeben, dass Sie sich im Krankenhaus oder im Gefängnis befinden und Geld brauchen.
  • Halten Sie die Autofenster geschlossen und die Türen verriegelt. Parken Sie an belebten Orten und vorzugsweise in bewachten Parkplätzen. Bleiben Sie nicht im geparkten Auto sitzen.
  • Um Personen in Autos auszurauben, werden Pannen oder Hilfsbereitschaft vorgetäuscht (z.B. Anzeige eines Schadens am Fahrzeug). Steigen Sie in einem solchen Fall nicht aus, sondern fahren Sie weiter, bis Sie einen sicheren Ort erreichen.
  • Verlassen Sie bei Dunkelheit abgelegene Hotels weder alleine noch zu Fuss.
  • Unternehmen Sie Ausflüge vorzugsweise mit anerkannten Reisebüros.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch.
  • Stellen Sie Personal für Wohn- und Ferienhäuser aufgrund von Empfehlungen einer Vertrauensperson an.
  • Seien Sie sich bewusst, dass Korruption im privaten und im öffentlichen Sektor vorkommt. Grosse Vorsicht ist bei finanziellen Transaktionen geboten (z.B. Investitionen in Immobilien). Es wird empfohlen, eine vertrauenswürdige Anwältin oder einen vertrauenswürdigen Anwalt beizuziehen.

Verkehr und Infrastruktur

Der Strassenzustand der Haupt- und Schnellstrassen kann als gut bezeichnet werden. Abseits der Hauptstrassen sind jedoch viele Strassen nicht asphaltiert oder in schlechtem Zustand. Das unvorhersehbare und aggressive Verhalten vieler Verkehrsteilnehmenden, streunende Tiere sowie die häufige Missachtung der Verkehrsvorschriften bilden ein erhebliches Unfallrisiko.

Wegen der Unfallgefahr und des Diebstahlrisikos sind öffentliche Busse, Sammel- und Motorradtaxis nicht empfehlenswert. Für Überlandfahrten bieten die privaten Busgesellschaften bessere, relativ sichere Verbindungen. Nächtliche Überlandfahrten sind unter anderem aufgrund oft schlecht beleuchteter Fahrzeuge nicht empfehlenswert.
Fahrzeuglenkerinnen und -lenker, die in einem Verkehrsunfall mit Verletzten oder Todesopfern verwickelt sind, werden in der Regel bis zur Abklärung der Schuldfrage vorläufig festgenommen.

Mangels gesetzlicher Vorschriften ist die Qualität der Sicherheitsvorkehrungen und des Materials für den Wassersport und andere Freizeitaktivitäten sehr unterschiedlich. Informieren Sie sich bei den lokalen Anbieterfirmen über die Sicherheitsmassnahmen und prüfen Sie die Geräte.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Eine einfache Klage bei der Polizei kann eine vorläufige Verhaftung der beschuldigten Person zur Folge haben. Dies gilt zum Beispiel bei Gewaltdelikten gegen Frauen, bei Nichtbezahlung von Schulden oder bei Verursachung eines Schadens (z.B. bei Mietfahrzeugen).

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen hart bestraft (5 bis 30 Jahre Gefängnis).

In einigen Gefängnissen sind die Haftbedingungen prekär: überfüllte Zellen, Gewalt unter den inhaftieren Personen, schlechte oder gar ungenügende Ernährung, mangelhafte ärztliche Versorgung etc.

Juristische Verfahren und polizeiliche Ermittlungen verlaufen anders als in der Schweiz: Es muss mit langen Wartefristen gerechnet und den lokalen Gegebenheiten Rechnung getragen werden. Die Dienste einer lokalen Anwältin oder eines lokalen Anwalts sind unerlässlich.

Naturbedingte Risiken

Die Dominikanische Republik liegt in einem Erdbebengebiet. Tsunami, die durch Erdbeben in der Karibik ausgelöst werden, können auch die Dominikanische Republik erreichen.
National weather service - Caribbean Tsunami Warning Program (CTWP)
National Oceanic and Atmosphere Administration (NOAA) – U.S. Tsunami Warning System

Von Juni bis November muss mit Hurrikanen gerechnet werden. Starke Regenfälle können Überschwemmungen, Erdrutsche und Infrastrukturschäden verursachen. Auch der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden. Beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden.
Oficina Nacional de Meteorología (ONAMET)

Defensa Civil República Dominicana

Centro de Operaciones de Emergencias

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die Schweizer Botschaft in Santo Domingo.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist nicht überall gewährleistet. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen sollten in Privatspitälern oder im Ausland (USA oder Europa) behandelt werden. Krankenhäuser verlangen vor Behandlungen eine finanzielle Garantie (Kreditkarte oder Vorschusszahlung).

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren medizinische Fachpersonen und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Touristenpolizei CesTUR Tel.+1 809-222-2026 (ganzes Land)
Dirección central de policía de turismo

Zollvorschriften der Dominikanischen Republik: DGA Aduanas

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Santo Domingo

Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
 Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
 Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.