Gültig am:
Publiziert am: 08.09.2021

Das Kapitel besondere rechtliche Bestimmungen ist aktualisiert worden (sehr prekäre Haftbedingungen).


Reisehinweise für Laos

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Sonderinformation: Coronavirus (Covid-19)

In allen Regionen der Welt besteht das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Der Bundesrat empfiehlt, auf Reisen in Staaten und Gebiete mit einer besorgniserregenden Virusvariante zu verzichten. Auf der Liste der Länder und Gebiete mit besorgniserregender Virusvariante des Bundesamtes für Gesundheit BAG ist ersichtlich, ob und welche Staaten/Gebiete zurzeit in diese Kategorie fallen.
BAG: Liste der Länder und Gebiete mit besorgniserregender Virusvariante

Auslandreisen erfordern eine sorgfältige Vorbereitung und ein hohes Mass an Flexibilität. Bedenken Sie namentlich folgende Punkte:

  1. Schweiz– Empfehlungen und Informationen des Bundesamtes für Gesundheit BAG: Das BAG bestimmt die grenzsanitarischen Massnahmen für die Einreise in die Schweiz, z.B. Einreiseformular, Covid-Zertifikat, Testpflicht, Quarantäne.
  2. Ausland – Ein- und Ausreisevorschriften: In zahlreichen Ländern bestehen weiterhin Einreiserestriktionen und/oder besondere Bestimmungen für die Ausreise.
  3. Ausland – Massnahmen innerhalb eines Landes: In vielen Ländern sind weiterhin diverse Massnahmen zur Eindämmung des Virus in Kraft.
  4. Ausland – medizinische Versorgung: Das Coronavirus strapaziert das Gesundheitswesen weltweit.
  5. Ausland – Unterstützung seitens EDA: Das EDA unterstützt im Rahmen des konsularischen Schutzes.
  6. Internationale Verkehrsverbindungen: Flug- und andere Verkehrsverbindungen sind teilweise noch eingeschränkt.

Beachten Sie den Fokus «Coronavirus (COVID-19).

Aktuelles

Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen im Fokus «Coronavirus (COVID-19)» und des Bundesamtes für Gesundheit BAG.
Fokus Coronavirus (COVID-19)
BAG: Coronavirus

Um die Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen zahlreiche Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in Laos, beachten Sie die Informationen der zuständigen laotischen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die laotische Botschaft in Genf.
Laotische Botschaft in Genf

Laotische Immigrationsbehörde

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Grundsätzliche Einschätzung

Die politische Lage kann als stabil bezeichnet werden.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Laos nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam. 
Terrorismus und Entführungen

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

In weiten Landesteilen stellen Blindgänger und Minen aus dem Vietnamkrieg eine ernst zu nehmende Gefahr dar. Die gefährdeten Gebiete sind nur selten markiert. Halten Sie sich deshalb an die Strassen und häufig benutzten Wege, und informieren Sie sich bei den lokalen Sicherheitsbehörden und/oder der Bevölkerung.

Norden des Landes: In der Provinz Xaisomboun ist es in der Vergangenheit zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Gruppierungen und den Sicherheitskräften gekommen. Bei Explosionen von Sprengsätzen sind Personen getötet oder verletzt worden.
Erkundigen Sie sich vor Reisen in die Provinz Xaisomboun bei den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage und lassen Sie sich von einer ortskundigen Reiseführerin oder einem ortskundigen lokalen Reiseführer begleiten. Die Provinz Xaisomboun darf nur mit einer Sonderbewilligung bereist werden. Die Botschaft von Laos in Genf erteilt nähere Auskünfte.

In vergangenen Jahren kam es zu Schiessereien und Überfällen in ländlichen Gebieten, zum Beispiel entlang der Nationalstrasse Nr. 13, zwischen Vang Vieng und Luang Prabang. Vereinzelte Ereignisse dieser Art können nicht ausgeschlossen werden. Lassen Sie erhöhte Vorsicht walten.

Kriminalität

Die Kleinkriminalität nimmt weiter zu, insbesondere in den Städten Vientiane, Luang Prabang und Vang Vieng. Ausländische Staatsangehörige werden vermehrt Opfer von Diebstählen, Überfällen und Einbrüchen. Auch Sexualdelikte sind vereinzelt zu verzeichnen. Besonders in Vientiane kommt es zu Entreissdiebstählen durch Personen auf Motorrädern; auf den Landstrassen kommen gelegentlich Raubüberfälle vor. Es sind Straftaten bekannt, an denen Polizeipersonal beteiligt waren.

Unter anderem werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck, etc.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Reisen Sie ausschliesslich tagsüber.
  • Unternehmen Sie Reisen in die Ebene der Tonkrüge (in der Nähe von Phonsavan) nur in Begleitung ortskundiger Reiseführer und beschränken Sie sich strikt auf die üblichen, touristischen Ziele. Abseits der markierten Routen besteht Minengefahr.
  • Hüten Sie sich vor Falschspielern, die versuchen, Touristinnen und Touristen zu erpressen und um ihr Geld zu bringen.

Verkehr und Infrastruktur

Abgesehen von der Nationalstrasse Nr. 13 und der Autobahn zwischen Vientiane und Luang Prabang ist der Strassenzustand schlecht. Während der Regenzeit (Mai bis November) werden manche Strassen unpassierbar. Das Unfallrisiko ist hoch: unvorhersehbare Fahrweise, überhöhte Geschwindigkeit, Missachtung der Verkehrsregeln usw. In Vientiane sind Motorradfahrerinnen und -fahrer besonders oft in Unfälle involviert. Nach Einbruch der Dunkelheit erhöht sich das Unfallrisiko zusätzlich. Von nächtlichen Überlandreisen wird abgeraten.

Die öffentlichen Verkehrsmittel (Busse, Schiffe und Flugzeuge) sind teilweise veraltet und schlecht gewartet. Schnellboote waren wiederholt in schwere Unfälle verwickelt.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Es ist verboten, uniformierte Personen, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen sowie bei Besitz von Chemikalien, die der Drogenherstellung dienen, hart geahndet: bis lebenslängliche Haft oder Todesstrafe.
Für Kapitalverbrechen (z.B. Vergewaltigung oder Raubüberfall mit Todesfolge) kann ebenfalls die Todesstrafe verhängt werden.

Die Haftbedingungen sind sehr prekär.

Aussereheliche sexuelle Handlungen zwischen laotischen und ausländischen Staatsangehörigen werden strafrechtlich verfolgt.

Juristische Verfahren und polizeiliche Ermittlungen verlaufen anders als in der Schweiz: Es muss mit langen Wartefristen gerechnet und den lokalen Gegebenheiten Rechnung getragen werden. Die Dienste einer sorgfältig ausgewählten lokalen Anwältin oder eines sorgfältig ausgewählten lokalen Anwalts sind unabdingbar.

Kulturelle Besonderheiten

Respektieren Sie die religiösen Empfindungen und die lokalen Gepflogenheiten der verschiedenen Bevölkerungsgruppen und passen Sie Verhalten und Kleidung an. Informieren Sie sich in Reiseführern, bei Ihrem Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln und die genauen Bestimmungen.

Naturbedingte Risiken

Laos liegt in einem Erdbebengebiet.

Während der Regenzeit (Mai bis November) muss mit starken Regenfällen gerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche und Infrastrukturschäden verursachen, vor allem entlang des Mekongs. Auch der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden.
Mekong River Commission

Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter, beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden.

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in Vientiane nur beschränkt, ausserhalb der Stadt nicht gewährleistet. Krankenhäuser verlangen eine finanzielle Garantie für Behandlungen, die nicht als Notfall gelten. Notfälle werden in der Regel ohne Vorbehalte behandelt. Personen mit einem negativen Rhesusfaktor können unter Umständen nur mit Schwierigkeiten eine Bluttransfusion erhalten. Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich als nützlich erweisen. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen werden mit Vorteil im Ausland (Thailand oder Europa) behandelt.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren medizinische Fachpersonen und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Die Polizei führt häufig Sicherheitskontrollen (Checkpoints) durch; stellen Sie deshalb sicher, dass Sie sich jederzeit ausweisen können. Andernfalls müssen Sie mit einer vorübergehenden Festnahme und/oder einer Geldstrafe rechnen.

Nützliche Adressen

Notruf Polizei: 1191
Notruf Sanität: 020 5996 6111 & 020 2344 9090

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Regionales Konsularcenter Bangkok, Thailand

Schweizerisches Kooperationsbüro und Konsularagentur Vientiane
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
 Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
 Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.