Moldova

Krise in der Ukraine: Unterstützungspaket in der Republik Moldova

Die DEZA hat ein Soforteinsatzteam des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) in die Republik Moldova entsandt. Die Schweiz unterstützt das Nachbarland der Ukraine, das von der Fluchtbewegung stark betroffen ist, in den Bereichen Koordination, Gesundheit, Notunterkunft und Barzahlungsprojekte. Ein Gesundheitsteam des SKH betreut schwangere Frauen, Mütter und Säuglinge in einem Transitzentrum in der moldawischen Hauptstadt Chişinău.

Zudem hat die DEZA über 20 Tonnen Hilfsgüter in die Republik Moldova entsandt. Diese enthält beispielsweise winterfeste Familienzelte oder Medikamente.

Die DEZA wird weiter drei Millionen Franken an einen Nothilfefonds der moldawischen Regierung überweisen, um die Bedürfnisse der ukrainischen Flüchtlinge im Land zu decken. Ein Experte des SKH, der den Vereinten Nationen zur Verfügung gestellt wurde, unterstützt die lokale Regierung dabei, die internationalen Hilfeleistungen zu koordinieren.

Das humanitäre Unterstützungspaket in der Republik Moldova stützt sich auf und ist komplementär zum laufenden Kooperationsprogramme der DEZA, insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Gouvernanz.

Weitere Informationen über die Krise in der Ukraine finden Sie im News-Ticker.

Die Schweizer Transitionszusammenarbeit unterstützt die Republik Moldova darin, qualitative öffentliche Dienstleistungen für alle Bewohner zugänglich zu machen, insbesondere für die ländliche Bevölkerung und benachteiligte Gruppen. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind Reformen im Gesundheitswesen, Stärkung lokaler Gouvernanz sowie nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung.

Karte von Moldau
© EDA

Die Republik Moldova ist eines der ärmsten Länder Europas. Ein Grund dafür ist der noch immer ungelöste Transnistrien-Konflikt, welcher ab 1992 zur Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage führte und damit eine Vielzahl negativer Auswirkungen zur Folge hatte.

Obwohl die Republik Moldova bereits viele Fortschritte erzielte und ein solides Wirtschaftswachstum aufweist, sieht sich das Land noch immer mit grossen Herausforderung konfrontiert. Das Gesundheitswesen bedarf dringender Reformen und der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen ist besonders in ländlichen Regionen nur beschränkt möglich. Des Weiteren verhindern eine hohe Anzahl Auswanderungen, eine grosse Schattenwirtschaft sowie ein schwacher Privatsektor, dass die Wirtschaft sich entsprechend ihres Potenzials entwickelt.

Themen der DEZA

Gesundheit

Der Gesundheitszustand der Bevölkerung liegt in der Republik Moldova deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Die Lebenserwartung ist mit 70 Jahren gering, der Zugang zu medizinischer Grundversorgung ist vor allem in ländlichen Gebieten nicht gewährleistet und die Bevölkerung ist ungenügend vor finanziellen Risiken durch hohe Ausgaben geschützt. Die DEZA unterstützt daher die Republik Moldova in ihrem Bestreben, das Gesundheitssystem zu reformieren, um qualitativ hochstehende und für alle zugängliche Gesundheitsdienstleistungen bereitzustellen. Ein weiterer Fokus des Schweizer Engagements liegt auf Sensibilisierungsmassnahmen, um nicht übertragbare Krankheiten (z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Krebs) vorzubeugen und die Vorteile eines gesunden Lebensstils zu veranschaulichen.

Gesundheit

Demokratische Regierungsführung

Die Schweiz setzte sich in der Vergangenheit stark für eine flächendeckende Wasserversorgung und sanitäre Anlagen in der Republik Moldova ein. Obwohl messbare Verbesserungen eintraten, übertrugen sich diese Erfolge nicht grundsätzlich auf bessere öffentliche Dienstleistungen auf lokaler Ebene. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, beinhalten die Aktivitäten der DEZA deshalb seit 2018 neu die Stärkung lokaler Gouvernanz. Ziel ist es, mehr Ressourcen für lokale Behörden zu generieren sowie eine grössere Beteiligung der Bevölkerung in lokalen Angelegenheiten zu erreichen, damit ihre Bedürfnisse und Interessen im politischen Prozess miteingebracht werden.

Wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung

Die niedrige Beschäftigungsquote und die hohe Auswanderungsrate stellen die Republik Moldova vor ernste demografische und soziale Herausforderungen und behindern die wirtschaftliche Entwicklung. Damit die Wirtschaft nachhaltig und zu Gunsten aller wächst, müssen Arbeitsplätze durch den privaten Sektor stimuliert werden. Unternehmen müssen wettbewerbsfähiger werden und mehr und besser bezahlte Jobs schaffen. Die Schweiz unterstützt deshalb drei Massnahmen im arbeitsmarktorientierten Bereich:

  • Unternehmen bei der Schaffung neuer Stellen fördern,

  • die Berufsbildung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes ausrichten

  • das Angebot der öffentlichen Arbeitsvermittlungen ausbauen.

Diese Massnahmen sollen zur Armutsbekämpfung beitragen, indem weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen sind und mehr Einkommen generiert werden. Zudem würde dies zu geringeren Transferzahlungen von im auslandlebenden Angehörigen führen.

Herangehensweise und Partner

Die Schweiz koordiniert ihre Transitionszusammenarbeit eng mit den örtlichen Behörden, anderen Geberländern und internationalen Organisationen wie der EU und der UNO. Alle Programme der Schweiz integrieren die Prinzipien der guten Regierungsführung und der Gleichberechtigung.

Wichtige Partner der Schweiz in der Republik Moldova

  • Schweizer NGOs und Partnerorganisationen: SKAT Consulting Ltd, Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut, Helvetas-Swiss Intercooperation, Swisscontact, Terre des Hommes, Caritas Schweiz, HEKS, Pestalozzi u.a.

  • Nationale Partner: Ministerium für Landwirtschaft, regionale Entwicklung und Umwelt, Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales, Ministerium für Bildung, Kultur und Forschung, Stadt-und Gemeindebehörden, zivilgesellschaftliche und Berufsorganisationen, Privatsektor und lokale NGOs u.a.

  • Bilaterale und multilaterale Partner: Deutschland (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ; Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ; Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW), Österreich (Austrian Development Agency, ADA), Weltgesundheitsorganisation (WHO), Entwicklungsprogramm der UNO (UNDP), EU, Kinderhilfswerk der UNO (UNICEF) u.a.

Aktuelle Projekte

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Nurturing Active and Responsible Citiziens

01.01.2027 - 31.12.2030

Molodova's democracy is still young and fragile. The population is disinclined to participate in decision-making, to practice democrtatic values and to demand their rights. Schools have an important role in educating active and responsive citizens, but are not well prepared for it. By improving democratic school governance and introducing practical civic education, Switzerland will support Moldova in raising civic consciousness of chlidren and adolescents, and engaging them in ther communities.


Engaged People - Strong municipalities

01.11.2023 - 31.12.2030

Molodova has the most fragmented sytem of local governments in the South-East Europe. People's dissatisfaction with quality of services is high and participatory decision-making is not common. Local governance reforms launched by the Government are being pursued in a centralized manner. Switzerland will support moldova through a two-pronged approach supporting citizens (in enhancing participation and social accountability) and institutions (in improving public service provision), particularly in rural areas.  


Creating Jobs Opportunities Through Improved Market Systems

01.01.2023 - 31.12.2030

Job creation is crucial for inclusive economic growth and sustainable poverty reduction. It is also vital for reducing the long-term outward migration trend of Moldova’s workforce. This program contributes to the creation of attractive job opportunities, especially for young people, by enhancing the competitiveness of local private enterprises. Following a market systems development approach, it aims to remove key constraints that hamper the proper functioning of markets for the benefit of the poor and excluded


Resilient, Inclusive Markets in Moldova

01.12.2022 - 31.12.2024

Moldova's growth is volatile and jobless. More and better jobs are needed to ensure its economic recovery, resilience and development, particularly outside large cities. Responding to the Government's request, Switzerland will contribute to supporting key markets in Moldova and, with the help of the United Nations Development Programme (UNDP), focusing on local markets and value-chains in vulnerable regions. This is complemented by a separate SECO project supporting the International Labour Organisation (ILO) and Decent Work Country Programme of Moldova.


Strengthening Access to Services for Ukrainian Refugees through Legal Aid

15.11.2022 - 14.11.2023

As a right and a precondition for the enjoyment of all human rights, legal aid promotes peaceful and inclusive societies. The project enhances the access to legal services for Ukrainian refugees through a regional approach building local capacities and enhancing cross-border collaboration. The project opens an avenue for Switzerland to contribute to durable solutions and to channel advocacy messages at national and regional level on the protection of the rights of forcibly displaced populations. 


Strengthening national capacities to address radio-nuclear threats in Moldova

15.10.2022 - 30.06.2023

Moldovan health service providers will be equipped and trained to manage and monitor possible radioactive contamination in Moldova caused by nuclear emergencies in Ukraine. By increasing the national capacity to protect the health professionals from exposure of radio-nuclear emissions, Switzerland contributes to the strengthened preparedness to enhance resilient and responsive health system in Moldova that is able to deal with increased threats caused by the conflict in Ukraine.


Job Creation and Skills Development

01.07.2022 - 30.09.2025

Better market-oriented skills and job prospects are key building blocks for fostering inclusive economic development in Moldova. Building on positive results achieved since 2017, Switzerland will continue strengthening public institutions, private sector stakeholders and excluded groups (rural youth, minorities, migrants) with a four-year contribution to a GIZ programme with a special focus on supporting dual professional education as well as SMEs and smart investment policies.


Small Project Credit for the Swiss Cooperation Office in Moldova

01.06.2022 - 31.05.2025

This credit line provides the Swiss Cooperation Office in Moldova with a flexible instrument to provide direct support for local partners to help them respond to the changing context and to build social cohesion, affected by multiple crises. It contributes to further strengthening civil society in both rural and urban areas of Moldova. The support, provided to interested applicants through an open competition of small grants, has a countrywide coverage and includes the Transnistrian region.


Moldova - Making the Most of Migration

01.01.2019 - 31.05.2023

One third of Moldovans already live abroad and the Government acknowledges that migration can bring many opportunities, if addressed and managed properly. SDC`s previous interventions resulted in a unique mobilization of migrants committed to contribute to the development of their home communities. Switzerland will further support Moldova in building a favorable environment for migrants to invest in their home country, as well as to provide good quality return and reintegration services.


Fostering Active Civic Engagement

01.07.2018 - 30.09.2030

Moldova’s democracy is still young and fragile. The population is hesitant to participate in decision-making and to demand their rights. Good-quality civic education is an essential element for promoting democratic values, raising awareness about the rights and responsibilities of every citizen, and for stimulating a stronger civic engagement. Switzerland supports Moldova in providing children and adolescents with opportunities to apply civic learning inside and outside the classroom.


Ma lmplic - Project on civic engagement in local governance

01.05.2018 - 31.10.2023

Moldovan local public administrations are often unable to respond to the needs of the population in an inclusive and sustainable way. Capacity to hold local authorities accountable is poor and citizens are reluctant to engage in public affairs. Switzerland will support Moldova to enhance participation in local development and decision-making, to further improve public service provision in rural areas and ensure a better framework for decentralisation. A strong focus will be put on the inclusion of excluded groups.

 


Progressing towards Universal Health Coverage in Moldova

01.11.2017 - 30.04.2024

Through this project, Switzerland will support the Moldovan government's efforts to ensure access to healthcare services for all and to protect the population against impoverishing health expenditures. This will be achieved through making services more affordable and more accessible for the poorest and the most vulnerable. The population will be empowered to demand transparency and accountability in the healthcare system. 

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