Klimaanpassung – proaktiv mit den Auswirkungen des Klimawandels umgehen

Alternativtext: Eine Frau kniet vor einer Pflanze und erntet deren Frucht.
Die DEZA unterstützt Menschen dabei, sich den Folgen des Klimawandels anzupassen. © Neil Palmer (Flickr/CIAT)

Die Folgen des Klimawandels spüren insbesondere die Menschen in Entwicklungsländern. Die DEZA unterstützt daher exponierte und verwund­bare Bevölkerungsgruppen in den Partnerländern beim Verbessern ihrer Lebensgrundlage. So können die Menschen proaktiv mit den Auswirkungen des Klimawandels sowie mit Extremereignissen umgehen.

Fokus der DEZA

Die DEZA fördert eine Entwicklung, welche die gegenwärtigen und zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt. Das Hauptziel der Klimaanpassung besteht darin, die negativen Folgen des sich verändernden Klimas für die Menschen abzuschwächen und den Betroffenen zu helfen, sich den Veränderungen anzupassen. Dafür ist eine nachhaltige Nutzung des Bodens, des Wassers und des Waldes unerlässlich. Nur so lassen sich die oft einschneidenden Konsequenzen des langfristigen, teils schleichenden Klimawandels und der immer häufiger auftretenden klimatischen Extremereignisse wie beispielsweise Trockenheit und Überschwemmungen  für die Bevölkerung einschränken. Die DEZA unterstützt die Partnerländer vorwiegend in drei Bereichen:  

  1. Förderung konkreter Anpassungsstrategien und–massnahmen

    Beispiel: Mit dem Programa de Adaptación al Cambio Climático (PACC) in Peru sowie dem Indian Himalayan Climate Adaptation Programme (IIHCAP)  leistet die DEZA einen Beitrag an die Verbesserung der Lebensbedingungen von Berggemeinschaften. Wissen aus der Schweiz und anderen Ländern hilft der betroffenen Bevölkerung sowie öffentlichen und privaten Institutionen, Anpassungsmassnahmen in den Bereichen Wasser, Nahrungsmittelsicherheit und Risikoverminderung bei Naturkatastrophen zu erarbeiten.

  2. Integriertes Klimarisikomanagement

    Beispiel: Im Rahmen des Indian Himalayas Climate Adaptation Programme (IHCAP) beurteilen indische und schweizerische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit den zuständigen Behörden Naturgefahren und Klimarisiken im indischen Himalaya. Sie zeigen mögliche Massnahmen auf, um diese zu mindern.

  3. Nationale Planungsprozesse zur Klimaanpassung

    Beispiel: Die DEZA fördert in interessierten Partnerländern, unter anderem in China, die Erarbeitung nationaler Strategien zur Klimaannpassung (National Adaptation Planning Processes, NAPs), damit die Länder integrierte und koordinierte Lösungsansätze entwickeln können. 

Hintergrund

Der Klimawandel wirkt sich grundsätzlich auf die gesamte Welt aus. Die Folgen vor Ort variieren jedoch stark, aufgrund von unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Sozial und wirtschaftlich benachteiligte Bevölkerungsgruppen sind besonders stark betroffen. Der Klimawandel verstärkt vor allem in den Ländern des Südens Armut und Hunger sowie Konflikte. Die DEZA setzt sich daher für eine langfristig klimaverträgliche Entwicklung ein.

Während die Menschen in Küstenregionen besonders vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sind, leiden Menschen in Trocken- oder Wüstengebieten unter zunehmendem Wassermangel. In Bergregionen kommt es überdies häufiger zu Hochwassern und Murgängen. Die Lebensgrundlagen der Bewohner dieser Gebiete bedürfen deshalb eines besonderen Schutzes.

Verletzlichkeit und Anpassungsfähigkeit

Für die Planung und Umsetzung von klimarelevanten Massnahmen sind technische Fähigkeiten, finanzielle Mittel und das Engagement von politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträgern erforderlich. Diese fehlen besonders häufig in Entwicklungsländern. Mit gezielten Massnahmen jedoch können die Klimarisiken für die Bevölkerung gemindert und ihre Lebensgrundlagen weiter erhalten oder gar verbessert werden. So konnten z.B. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Peru und Indien dank saisonaler Wettervorhersagen den Zeitpunkt der Aussaat und Ernte optimieren. Sie erzielten dadurch deutlich verbesserte Ernteerträge.

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Dokumente

Aktuelle Projekte

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Appui aux économies locales des collectivités de Youwarou et de Niafunké (PACY) Programme de Soutien aux Economies Locales du Delta intérieur du Niger (PSEL-DELTA)

01.07.2015 - 30.06.2019

Dans les régions du delta intérieur du Niger, au centre et au Nord du Mali, les populations rurales sont confrontées à des crises structurelles multiformes dont l’insécurité alimentaire. La DDC appuie les autorités locales avec des projets économiques dans les filières agricoles porteuses pour assurer la sécurité alimentaire et réduire la pauvreté d’au moins 150'000 personnes. En plus, elle accompagne les municipalités de cette zone dans la maitrise d’ouvrage du développement territorial et la gestion pacifique des ressources naturelles.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Rule of Law - Democracy - Human rights
Agriculture and Food Security
Agriculture value-chain development
Decentralisation - local governance - democratization (incl. accountability)
Adaptation to the effects of climate change
MULTISECTOR or CROSS-CUTTING
GOVERNMENT AND CIVIL SOCIETY
GENERAL ENVIRONMENTAL PROTECTION
Rural development
Decentralisation and support to subnational government (incl. accountability)
Environmental policy and administrative management

01.07.2015 - 30.06.2019


CHF 9'445'000



Wissen und Erfahrungen austauschen zum Schutz der Gebirgswaldökosysteme in den Anden

Ein Teil des Andenwalds im Nebel.

01.11.2011 - 31.12.2019

Die Wälder in den Anden sind in zahlreicher Hinsicht wertvoll: Sie speichern Wasser und reinigen es, schützen vor Naturgefahren und absorbieren umweltschädigende Treibhausgase. Mit dem Projekt  ANFOR trägt die DEZA zum langfristigen Schutz der Gebirgswälder in den Anden bei.

Land/Region Thema Periode Budget
Anden
Umwelt
Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels
Forstwirtschaft
Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
Biodiversität
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
LANDWIRTSCHAFT, FORSTWIRTSCHAFT, FISCHEREI
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
LANDWIRTSCHAFT, FORSTWIRTSCHAFT, FISCHEREI
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
Forstwirtschaftliche Entwicklung
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Forstpolitik
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Schutz der Biosphäre
Schutz der Biosphäre
Biodiversität

01.11.2011 - 31.12.2019


CHF 8'072'000




Programme d’appui à la valorisation des produits forestiers non ligneux, phase 2 (PFNL2)

15.12.2016 - 31.12.2020

Au Burkina Faso, les produits forestiers non ligneux[1] (PFNL) constituent une importante source alimentaire pour les populations des zones affectées par les chocs climatiques et déficitaires sur le plan alimentaire. Les PFNL font partie de l’alimentation de plus de 43,4% des ménages ruraux et procurent de l’emploi et des revenus. Le programme  contribue à l’accroissement de la sécurité alimentaire, nutritionnelle et des revenus des ménages ruraux et périurbains[2] par la valorisation et la gestion durable des PFNL.



[1] Les PFNL s’entendent par « tout bien d’origine biologique autre que le bois et la faune à l’exception des insectes, dérivé des forêts et des arbres hors forêts, constitués de végétaux spontanés, domestiqués, et ceux destinés au reboisement ». (Source FAO)

[2] Le périurbain est un espace rural au sens où l’essentiel des sols est attribué à des activités agricoles; mais c’est aussi un espace urbain au sens où la majorité de la population active qui y habite travaille dans une ville, en effectuant des migrations alternantes. Le milieu périurbain connait une très forte compétition entre usage agricole et non agricole des ressources: terres, main-d'œuvre, etc. La production agricole est orientée principalement pour le marché du centre urbain.

 


BASAL – Proyecto Bases Ambientales para la Sostenibilidad Alimentaria Local.

01.11.2016 - 30.06.2020

BASAL contributes to the reduction of the vulnerabilities of the agricultural sector to climate change in Cuba. Its contributions concentrate on the identification, development and application, of measures and tools to promote the adaptation of the Cuban agriculture to the effects of climate change. The project also increases institutional and individual capacities to use the tools and methodologies, put at the disposal of the authorities and the Cuban institutions for the implementation of effective politics that contribute to a sustainable food production in a context of changing climate.


FOCUS: Remote Geo-Hazards Capacity Building and Monitoring. Creating Opportunities in a Safe Environment (COSE): Integrating Risk Management

01.08.2016 - 31.12.2019

The high mountainous area of the Pamirs are highly prone to natural disasters such as earthquakes, landslides, avalanches, draughts, glacial lakes outbursts and other earth mass movements. The project will strengthen the communities' and government’s capacity to analyze and manage risks and effectively employ natural resources in a coordinated manner to contribute to increased protection against natural hazards, reducing populations’ vulnerability to natural shocks and to increase their overall resilience.


UNDP - Strengthening Disaster Risk Governance in Tajikistan (SDRGT)

01.08.2016 - 31.07.2020

Due to frequent occurrence of natural disasters the Government has endorsed number of laws and regulations, and developed relevant structure for DRM. However, the disaster risk governance requires further improvement. The project will assist the Government to expand approaches to risk governance at the national level involving the Government, civil society and the international community and improving local risk governance using risk assessments and risk informed land use planning targeting land owners and users.


Indian Himalayas Climate Adaptation Programme

01.01.2016 - 31.12.2019

The sensitivity of the Indian Himalayan Region (IHR) to changes in global climate has been recognised and given priority by the Government of India. However, knowledge and scientific information on climate change impacts on the IHR is still limited and capacities to adapt are weak. The Indian Himalayas Climate Adaptation Programme (IHCAP) aims at bridging the knowledge gap on climate change impacts and response measures by supporting collaborative research, capacity building and knowledge exchange and dissemination.


Community Driven Watershed Management for Climate Change Adaptation in Nicaragua

01.01.2016 - 30.06.2020

Environmental degradation and climate change are reducing the capacity of the Dipilto River watershed to provide ecosystem services (water, forest) to the population, increasing their vulnerability and deepening poverty. The program will strengthen dialogue among stakeholders, empower communities and provide economic incentives for restoring the hydrologic and environmental equilibrium of the watershed, increasing the resilience of its 27 thousand inhabitants.


GLACIARES+: Risk management and Productive use of water from melting glaciers

01.09.2015 - 31.08.2019

The Lima Call for Climate Action adopted during COP20 in Lima stresses the urgency for fast-track adaptation and building resilience in the developing world; climate risk management plays a key role. Glacial retreat triggers natural hazards and puts at risk water supply and key economic activities such as hydropower generation – globally impacting hundreds of millions of people. Lessons from Peru will be valuable input for the global dialogue the urgently needs evidence-based practical experience in risk management and successful adaptation in glaciated basins.


Innovation and dissemination of technologies for adaptation of agriculture to climate change – AGRIADAPTA

01.07.2015 - 31.12.2020

10'000 families in 19 municipalities of the country improve their food security and their situation of poverty by practising sustainable and climate-smart agriculture. The Project will provide resources so that small-hold farmers in environmentally degraded dry areas affected by climate change and variability develop capacities, exchange knowledge and apply technologies for climate change adaptation.


Programme Development North Africa

01.07.2015 - 30.06.2020

Originally conceived to support the development of activities under the Swiss North Africa Programme launched from scratch in 2011, the 5th phase with a much reduced budget allows deepening relevant thematic and context knowledge, developing and formulating future strategic priorities and setting-up adapted or new projects for SDC in a fragile and complex environment. For 2015-16 the focus is on preparatory work for the Swiss North Africa programme 2017-20.

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