Nachhaltige Waldnutzung – Beitrag zu Klimaschutz und Armutsreduktion

Försterausbildung in Kirgisistan
Bäume absorbieren Kohlendioxid und wirken der Klimaerwärmung entgegen – ihr Schutz ist daher von zentraler Bedeutung. © DEZA

Fokus der DEZA

Ein Viertel aller von Armut betroffenen Menschen auf dem Land hängen direkt oder indirekt vom Wald ab. Rund 70 Millionen Menschen – darunter insbesondere indigene Gemeinschaften - sind für die Bestreitung ihres Lebensunterhalts vollständig auf Waldressourcen angewiesen. Gleichzeitig nehmen Wälder eine wichtige Rolle bei der Eindämmung  des Klimawandels ein, da sie Kohlendioxid aus der Luft speichern. Wälder sind somit ein unverzichtbarer Teil jedes Lösungsansatzes für die beiden globalen Probleme Klimawandel und Armut. Die Waldprojekte der DEZA haben daher einen gewollten doppelten Nutzen: sie tragen zur Armutsverringerung bei und senken die Klimarisiken.

Das Globalprogramm Klimawandel richtet seine Waldaktivitäten auf drei Schwerpunkte aus:

  1. Globale Waldpolitik und ihre Integration in die Schweizerische Waldpolitik
    Unterstützung globaler thematischer Wald-Partnerschaften, proaktive Beeinflussung der Weiterentwicklung des Rahmenübereinkommens der UNO über Klimaänderungen von 1992 (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) sowie verwandter relevanter globaler Prozesse; Koordination mit anderen Schweizer Bundesämtern 
  2. Operationelles Waldprogramm mit drei regionalen Initiativen zur Rolle des Waldes und von ländlichen Gebieten für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel
    Namentlich die Swiss Partnership on Social Forestry and Climate Change in Asien, African Forests, People and Climate Change in Afrika und die Initiative Andean Forests and their Role in Climate Change Mitigation and Adaptation in den Anden
  3. Anlaufstelle für Waldfragen: Unterstützung von bilateralen Waldprogrammen und thematische Beratungsdienstleistungen

Hintergrund

25% der Landfläche der Erde, etwa 33 Millionen km2, sind von Wald bedeckt. In den vergangenen 20 Jahren sind weltweit jährlich durchschnittlich 130'000 km2 Wald verloren gegangen. Dies entspricht rund dreimal der Fläche der Schweiz. Zusätzliche 10 Millionen  kmWald sind infolge einer nicht nachhaltigen Nutzung oder wegen der Ausdehnung der Landwirtschaft degradiert. Die Zerstörung von Wald hat direkte Auswirkungen auf das lokale und weltweite Klima sowie auf die Biodiversität, die Wasserverfügbarkeit und die Bodenfruchtbarkeit. 

Umdenken und Verhaltensänderungen fördern

In vielen Ländern sind die Landnutzungstechniken nicht nachhaltig. Es braucht Massnahmen, um eine diversifiziertere und an den Standort angepasste Nutzung zu fördern. Ein möglicher Weg sind Anreize für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, ihre Betriebe auf die  Agroforstwirtschaft auszurichten oder  kleinflächige Parzellen ihres Landeigentums aufzuforsten. Ziel der DEZA ist es, das langfristige land- und forstwirtschaftliche Potenzial zu erhalten.

Angepasste Raumplanung und Nutzungsregeln

Beim Gemeinbesitz braucht es zur Wiederherstellung der natürlichen Wald- und Buschlandvegetation neue Nutzungsregeln, welche alle sozialen Schichten der ländlichen Bevölkerung miteinbeziehen. Die durch eine angepasste Waldbewirtschaftung erzielten Erträge und die für die Erbringung von Umweltdienstleistungen erhaltenen Kompensationen sind für die ländliche Bevölkerung konkrete und wichtige Anreize, die lokalen gemeinschaftlichen Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften. Die DEZA fördert daher das integrale Verständnis für eine nachhaltige Wald- und Landnutzung bei allen beteiligten Akteuren.

Dokumente

Aktuelle Projekte

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Wissen und Erfahrungen austauschen zum Schutz der Gebirgswaldökosysteme in den Anden

Ein Teil des Andenwalds im Nebel.

01.11.2011 - 31.12.2019

Die Wälder in den Anden sind in zahlreicher Hinsicht wertvoll: Sie speichern Wasser und reinigen es, schützen vor Naturgefahren und absorbieren umweltschädigende Treibhausgase. Mit dem Projekt  ANFOR trägt die DEZA zum langfristigen Schutz der Gebirgswälder in den Anden bei.

Land/Region Thema Periode Budget
Anden
Umwelt
Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels
Forstwirtschaft
Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
Biodiversität
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
LANDWIRTSCHAFT, FORSTWIRTSCHAFT, FISCHEREI
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
LANDWIRTSCHAFT, FORSTWIRTSCHAFT, FISCHEREI
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
Forstwirtschaftliche Entwicklung
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Forstpolitik
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Schutz der Biosphäre
Schutz der Biosphäre
Biodiversität

01.11.2011 - 31.12.2019


CHF 8'072'000



Programme d’appui à la valorisation des produits forestiers non ligneux, phase 2 (PFNL2)

15.12.2016 - 31.12.2020

Au Burkina Faso, les produits forestiers non ligneux[1] (PFNL) constituent une importante source alimentaire pour les populations des zones affectées par les chocs climatiques et déficitaires sur le plan alimentaire. Les PFNL font partie de l’alimentation de plus de 43,4% des ménages ruraux et procurent de l’emploi et des revenus. Le programme  contribue à l’accroissement de la sécurité alimentaire, nutritionnelle et des revenus des ménages ruraux et périurbains[2] par la valorisation et la gestion durable des PFNL.



[1] Les PFNL s’entendent par « tout bien d’origine biologique autre que le bois et la faune à l’exception des insectes, dérivé des forêts et des arbres hors forêts, constitués de végétaux spontanés, domestiqués, et ceux destinés au reboisement ». (Source FAO)

[2] Le périurbain est un espace rural au sens où l’essentiel des sols est attribué à des activités agricoles; mais c’est aussi un espace urbain au sens où la majorité de la population active qui y habite travaille dans une ville, en effectuant des migrations alternantes. Le milieu périurbain connait une très forte compétition entre usage agricole et non agricole des ressources: terres, main-d'œuvre, etc. La production agricole est orientée principalement pour le marché du centre urbain.

 


Gestion intégrée des bassins versants au Moyen Atlas

20.11.2015 - 30.09.2019

L’érosion des sols au Maroc, sévère dans les montagnes de l’Atlas, est à la fois cause et indicateur des défis auxquels font face les populations vulnérables de la région: désastres naturels et précarité. L’intervention propose une approche innovante de gestion intégrée des bassins versants qui augmentera durablement la résilience des populations locales, tout en améliorant leurs conditions de vie. L’engagement fort du Maroc pour sa réplication future à l’échelle nationale permet un effet multiplicateur considérable.


Soutien au développement des filières arachide et karité au Tchad

01.06.2014 - 30.06.2019

L’arachide et le karité présentent des potentiels de diversification de la production agricole et d’accroissement des revenus des exploitations familiales (EF) encore largement inexploités dans les régions du sud du Tchad. En soutenant le développement de ces deux filières, la DDC contribuera à la création de richesses en milieu rural, à la réduction de la vulnérabilité des ménages et des inégalités (en particulier entre hommes et femmes) dans une logique de développement durable.


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