Nahrungsmittelhilfe – Risikominderung und Krisenvorsorge

Der Kampf gegen Unter- und Mangelernährung hat Priorität für die DEZA. Mit der Nahrungsmittelhilfe setzt die DEZA humanitäre Mittel ein, um Leben zu retten und Leiden zu lindern.

Fokus der DEZA

Die Schweiz leistet als Vertragspartner der Ernährungshilfe-Übereinkommen Nahrungsmittelhilfe und einen Beitrag zur Verbesserung der weltweiten Ernährungssicherheit. Dabei stützt sich die Humanitäre Hilfe der DEZA vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem UNO Welternährungsprogramm (WFP) und NGOs. Die Schweizer Beiträge 2018 an das WFP betrugen über CHF 75 Millionen und kommen rund 27 Ländern zugute. Über 50 Prozent der Gelder flossen in Hungerkrisen in Afrika. Die restlichen Mittel wurden in Ländern des Nahen und Mittleren Ostens, in Asien sowie in Haiti und Kolumbien eingesetzt.

Die Nahrungsmittelhilfe des Bundes mit Schweizer Milchprodukten wurde während den letzten Jahren in eine neue, flexiblere Modalität überführt. Ziel dieser Änderung ist, möglichst viele Menschen in Not zu erreichen. 2017 hat die DEZA in 16 Ländern Programme von 20 NGOs und drei Schweizer Vertretungen mit einer Milchpulverlieferung von CHF 7 Millionen aus der Schweiz unterstützt. Weitere CHF 13 Millionen gingen an das WFP. Ab 2018 werden die gesamten Mittel dem WFP zur Verfügung gestellt. In Algerien und Nordkorea, Länder in denen Milchpulver die beste Interventionsmodalität darstellt, kaufte WFP die Produkte in der Schweiz auf dem für den Export definierten Preisniveau.

Ausserdem kommt es in der laufenden Botschaftsperiode (2017-2020) zu einer Kompensation von CHF 7 Millionen zur Unterstützung von Ernährungs-Projekten. Diese Mittel sind primär für NGOs gedacht, die in der Vergangenheit mit Milchpulverlieferungen aus der Schweiz unterstützt wurden.

Hintergrund

Mehr als 820 Millionen Menschen sind weltweit unterernährt. Die Verschlechterung der globalen Ernährungssituation ist vor allem auf anhaltende Konflikte zurückzuführen, welche oft durch Klimaschocks wie Dürren und Überschwemmungen verschärft werden. Konfliktgebiete in Subsahara-Afrika wie Somalia, Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo, Jemen, Nordost-Nigeria und der Nahe und Mittlere Osten sind am meisten davon betroffen. Menschen in diesen Ländern benötigten dringend humanitäre Hilfe und sind auf Nahrungsmittelunterstützung angewiesen.

Das WFP arbeitet hauptsächlich mit Bargeldzahlungen. Diese fördern die Vermarktung von lokal produzierten Nahrungsmitteln. Gleichzeitig wird dabei die Entscheidungsfreiheit der Empfänger gewährt.

Die internationale Gemeinschaft versucht immer mehr, die von Hunger bedrohten Menschen mit gezielten Massnahmen auf allfällige Krisen vorzubereiten.

Aktuelle Projekte

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Fairmed - Food Aid Swiss Dairy Products (Cameroon)

01.03.2017 - 31.07.2018

Through the usage of food aid in the form of Swiss dairy products, Swiss Humanitarian Aid contributes to the prevention and treatment of malnutrition, undernourishment, and disease. The SDC’s Humanitarian Aid administers the credit granted by parliament for a yearly amount of some CHF 20 million destined for the purchase of Swiss dairy products and their use for the benefit of the needy. Its task is to ensure a sustainable, targeted, and closely monitored food aid.


Soutien au Dispositif National de Prévention et de Gestion des Catastrophes et Crises Alimentaires au Niger (DNPGCCA) – Phase 5

01.05.2016 - 31.12.2019

Au Niger, plus de 3 millions de personnes sont affectées chaque année par l'insécurité alimentaire et nutritionnelle. Ces crises entrainent les ménages dans un cercle vicieux de pauvreté et de vulnérabilité. Pour faire face à ce défi, les autorités du Niger ont créé un dispositif national de prévention et de gestion des catastrophes et crises alimentaires. La Suisse accompagne ce Dispositif afin de soutenir durablement la sécurité alimentaire des populations les plus vulnérables.


WFP Secondment Protection and Gender Advisor

01.06.2015 - 31.12.2016

In Myanmar especially conflict affected and rural populations suffer from moderate to severe malnutrition; but also extreme weather conditions may increase the situation of food insecurity. In recent years there have been reports on protection gaps in the implementation of WFP programmes and women and children are struggling to receive support. The secondment will provide technical support in the domain of protection and gender to the WFP country program.


JPO Programme, Volées 2013-2018, Humanitarian Aid HA

01.09.2013 - 31.12.2019

The aim of the programme is to increase Switzerland's presence within the UN system. This measure also meets the more general aim of strengthening the influence and quality of Switzerland's political dialogue with the target agencies. The JPO programme will eventually serve to intensify this political dialogue and increase Switzerland's capacity to monitor the work of agencies through direct contact with the JPOs recruited through this programme.

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