Zusammenarbeit bei Wissenschaft und Diplomatie - Zusammenarbeit für den Frieden (dt./engl.)

02.09.2019

Discorso del Consigliere federale Ignazio Cassis in occasione delle celebrazioni per il 70° anniversario delle relazioni diplomatiche tra la Svizzera e Israele - Fa stato la versione orale

Oratore: Capo del Dipartimento, Ignazio Cassis

Il consigliere federale Ignazio Cassis ha incontrato il ministro degli esteri israeliano Israel Katz a margine delle celebrazioni.
Il consigliere federale Ignazio Cassis ha incontrato il ministro degli esteri israeliano Israel Katz a margine delle celebrazioni. © Keystone

Your Excellency Minister Katz and Madam
Geschätzte Mitglieder des Nationalrates
Excellencies
Sehr geehrte Frau Stadträtin
Distinguished Guests, sehr geehrte Damen und Herren

It is a pleasure me to celebrate with you the 70th anniversary of our diplomatic relations with Israel in the presence of my colleague Minister Katz. Since the opening of a consulate in Tel Aviv in May 1949, our bilateral relations have become closer and more diversified, with intense economic, cultural and scientific exchanges. At the age of 70, we are still teen agers in good health.

I am particularly pleased to see that it is through young sectors, such as innovation and high-tech, that our two countries have intensified our exchanges in recent years. Israel and Switzerland are two start-up nations, and cooperation in the field of medical technology for the pharmaceutical industry and in the field of FinTech in the banking sector, among others, still offer strong growth potential.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir müssen uns der Zukunft unserer Beziehungen zuwenden. Und zu dieser Zukunft gehört es, die Stärken unserer Aussenpolitik vor allem im Bereich Wissenschaft und die Innovation – zu nutzen, um den Frieden und die Stabilität im Mittleren Osten zu fördern; Dies liegt nicht nur der Schweiz und Israel, sondern der ganzen Welt am Herzen.

Ich persönlich bin überzeugt vom Potential des Ansatzes «science-diplomacy» als Beitrag zum Frieden, als grossartiges Instrument der Dialogförderung zwischen den Staaten sowie zur Bildung von Vertrauen. Die wissenschaftliche Sprache erlaubt es uns, Ideologien zur Seite zu legen, angespannte politische Situationen zu entschärfen und uns auf gemeinsame Interessen zu konzentrieren. Ich glaube an diesen Ansatz, insbesondere mit einem Land wie Israel, mit dem wir unter anderem die wissenschaftliche Exzellenz sowie das solide Netz von Institutionen teilen.

Die Zukunft, das ist auch der Schutz unserer Umwelt. Aus diesem Grund liegt mir das Projekt eines transnationalen Forschungszentrums am Roten Meer speziell am Herzen. Klimawandel und insbesondere der Temperaturanstieg des Wassers lassen auf der ganzen Welt Korallenriffe sterben – und mit ihnen Millionen von Meeresarten, die sie beherbergen. Die Ergebnisse einer Studie, die kürzlich durch die EPFL und das Meeresinstitut von Eilat durchgeführt wurde, haben gezeigt, dass die grossen Korallenriffe mit ihrer aussergewöhnlichen Biodiversität im Golf von Akaba besonders resistent gegen die Auswirkungen des Klimawandels sind und studiert werden müssen.

Die Schaffung eines solchen transnationalen Forschungszentrums am Roten Meer wäre jedoch nicht nur aus wissenschaftlichen Überlegungen wichtig. Es wäre auch eine ausgezeichnete Chance für vier Staaten, welche mit einer historisch komplexen Situation konfrontiert sind – Israel, Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabien – für ein gemeinsames Ziel zusammenzuarbeiten. Vier Staaten, wie die vier Kantone, welche rund um diesen wunderschönen See liegen– Uri, Schwyz, Unterwalden und Luzern. Vier Kantone, welche vor mehreren Jahrhunderten beschlossen haben, sich zu vereinen, um sich besser zu schützen und besser zu gedeihen; welche beschlossen haben, sich auf das zu konzentrieren, was sie verband - und nicht auf das, was sie entzweite.

Es ist daher wichtig, dass Wissenschaftler und Diplomaten sich einander zuhören. Auch wenn Meinungsverschiedenheiten bestehen, ist Zuhören der Schlüssel dazu, die verschiedenen Interessen zu vereinen.

Ladies and Gentlemen,

Listening is the key – and it is by listening to music that we will celebrate this anniversary. Here in Lucerne and in Tel Aviv, where our Embassy has initiated the “Basel in Tel Aviv” programme to commemorate this anniversary throughout the year. This programme will end with one of the biggest events ever organized by Switzerland in Israel: A "Swiss night" with many Swiss artists, on September 24, mirroring tonight's concert. It is a great privilege to have with us Maestro Zubin Mehta, a world-renowned conductor who has led many of the world's greatest orchestras such as the New York Philharmonic Orchestra. He has a longstanding relationship with Israel and its philharmonic orchestra, of which he was appointed conductor for life in 1981.

Minister Katz,
Ladies and Gentlemen,
So let's listen. I wish you an excellent concert.


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