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Bern, Medienmitteilung, 16.10.2015

Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA, Bundesrat Didier Burkhalter, reist am 19. Oktober 2015 für zwei Tage nach Jordanien. Er nimmt dort an der OSZE-Mittelmeerkonferenz teil und trifft sich mit dem Vizepremier- und Aussenminister Nasser Judeh zu einem bilateralen Austausch. Ausserdem besucht er eine von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA unterstützte Schule in Amman sowie das Flüchtlingscamp Azraq im Westen des Landes, wo sich die DEZA im Trinkwasserbereich engagiert.

Am Rande der OSZE-Mittelmeerkonferenz zum Thema „Gemeinsame Sicherheit in der Mittelmeerregion - Herausforderungen und Chancen“ trifft sich Bundesrat Didier Burkhalter mit seinem jordanischen Homologen Nasser Judeh zu einem Austausch über die bilateralen Beziehungen der beiden Länder, die regionalen Entwicklungen und die Syrienkrise.

Auf seiner Feldvisite besucht Didier Burkhalter von der Schweiz unterstützte humanitäre Projekte: In der Schule An-Nahdah stammen von 1‘100 Schülerinnen und Schülern rund 250 aus Syrien. Ziel des Projektes der DEZA ist es, durch infrastrukturelle Verbesserungen die Kapazität und die Lernumgebung in denjenigen Schulen zu verbessern, die speziell von der Aufnahme syrischer Flüchtlingskinder betroffen sind. Die von der DEZA unterstützten Arbeiten in der An-Nahdah Schule umfassen die Renovation von Klassenzimmern, Reparaturen der sanitären Anlagen und elektrischen Installationen sowie die Gebäudesicherheit.

Im zweitgrössten Flüchtlingscamp des Landes, Azraq, leben 24‘000 syrische Flüchtlinge. Anlässlich des Besuchs von Didier Burkhalter wird eine Absichtserklärung (letter of intent) mit dem UNO-Kinderhilfswerk UNICEF unterzeichnet, welche Unterstützungsmassnahmen der DEZA für die Sicherstellung der Wasserversorgung des Camps beinhaltet.

Während seines Feldbesuches trifft sich Bundesrat Didier Burkhalter ausserdem mit verschiedenen weiteren Vertretern von UNO-Hilfswerken (UNHCR, UNRWA) und des Internationalen Komitees vom roten Kreuz (IKRK).

Die bisherige Hilfe der Schweiz für die von der Syrienkrise betroffene Region beläuft sich auf rund 200 Millionen Schweizer Franken. Im September 2015 beschloss der Bundesrat, weitere 70 Millionen Franken für die humanitäre Hilfe in der Region um Syrien und am Horn von Afrika bereitzustellen. Gleichzeitig rief der Bundesrat die Staatengemeinschaft dazu auf, die humanitäre Hilfe ihrerseits umgehend aufzustocken. Der Bundesrat erachtet angesichts der Schwere der Krise und ihrer Auswirkungen im Migrationsbereich weitere Massnahmen als notwendig und dringend. Auch die Finanzdelegation des Parlaments anerkennt die Dringlichkeit der Lage: Sie hat am Freitag, 16. Oktober 2015, grünes Licht für die Freigabe der finanziellen Mittel gegeben.


Engagement der Schweiz in der Flüchtlingskrise(pdf, 257kb)
Factsheet DEZA in Jordanien (EN)(pdf, 483kb)


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Letzte Aktualisierung 28.01.2022

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