Migrationspartnerschaften

Migrationspartnerschaften sind ein Instrument der Schweizer Migrationsaussenpolitik. Eine Migrationspartnerschaft ist Ausdruck des Willens zweier Staaten, im Migrationsbereich umfassend zusammenzuarbeiten. Sie legt einen allgemeinen Rahmen für ihre Zusammenarbeit fest und erlaubt es, die Interessen aller Beteiligten, einschliesslich der Migrantinnen und Migranten selbst, zu berücksichtigen.

Eine Migrationspartnerschaft basiert auf der Bereitschaft zweier Staaten, im Migrationsbereich mittels eines umfassenden Ansatzes enger zusammenzuarbeiten und Synergien nutzbar zu machen. Ziel ist es, gemeinsame Lösungen für die sich stellenden Herausforderungen zu entwickeln und die Chancen der Migration besser auszuschöpfen. Migrationspartnerschaften können alle migrationsrelevanten Bereiche beinhalten, die für beide Partner von Interesse sind. Die Partner kooperieren im Rahmen von Abkommen sowie konkreten Projekten und Programmen mit einem direkten Migrationsbezug. Mögliche Themen sind:

  • die Nutzung der Migration als Faktor für nachhaltige Entwicklung
  • der Schutz von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen sowie Migrantinnen und Migranten
  • die Wahrung der Menschenrechte vertriebener Personen
  • die Bekämpfung des Menschenhandels
  • der Aufbau funktionierender Asyl- und Aufnahmestrukturen
  • eine reguläre Migration (z.B. Visapolitik oder Aus- und Weiterbildung)
  • Rückkehr und Reintegration

Migrationspartnerschaften tragen zur Umsetzung der strategischen Verknüpfung zwischen den Instrumenten der IZA und der Migrationspolitik bei.

Die Schweiz pflegt zurzeit Migrationspartnerschaften mit Bosnien-Herzegowina, Serbien, Kosovo, Nigeria, Tunesien und Sri Lanka.