Eidgenössisches Departement für
auswärtige Angelegenheiten EDA

Auf Wiedersehen und willkommen!

Bundesrat Ignazio Cassis hat scheidende und neue Mitarbeitende des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Dienstag, 31. August 2021, zu einer Feier in den Bernerhof eingeladen. Der Anlass bot langjährigen und neuen Mitarbeitenden Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen.

31.08.2021
Gruppenfoto aller Teilnehmer.

Die Schweizer Aussenpolitik und die Frauen und Männer, die sie umsetzen, spiegeln Tradition, Vielfalt und Innovationskraft unseres Landes. © EDA

Die Botschafter Olivier Chave und Peter Burkhard sind viel in der Welt herumgekommen: Der eine war in New York, Rom, Bern und Usbekistan im Einsatz, der andere in Zentralasien, der Ukraine, im Kaukasus, auf dem Balkan und in Kuba.

Im Bernerhof waren die beiden gestandenen Diplomaten, weil sie nach jahrelangem Einsatz für die Aussenpolitik der Schweiz die Fackel nun weitergeben und in den wohlverdienten Ruhestand treten.

Die neue Generation ist bereit. Die Jungen stehen am Anfang ihrer Karriere. Sie haben soeben ihre anspruchsvolle Ausbildung abgeschlossen und sind nun offiziell Teil einer der drei EDA-Karrieren: «Diplomatie», «internationale Zusammenarbeit» und «Konsularisches, Betriebsführung und Finanzen». Die diesjährige Volée umfasst 29 Frauen und Männer.

Feier in den Bernerhof, 31. August 2021. © EDA

«Alte Füchse und smarte Junge»

Zum zweiten Mal in Folge hat der EDA-Vorsteher scheidende und neue Mitarbeitende zu einer Feier in Bern eingeladen. «Abschied und Willkommen: beides wollen wir heute symbolisch verbinden. Alte Füchse verlassen uns, smarte Junge rücken nach. Dieser Generationenwechsel wird nur zu einem Kreis, wenn wir beide Generationen miteinander verbinden», sagte Bundesrat Ignazio Cassis in seiner Ansprache.

Die Erfahrung der langjährigen Mitarbeitenden gepaart mit der Kraft des Nachwuchses ist sehr wertvoll, um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern und die Aussenpolitische Strategie der Schweiz vor Ort wirksam umzusetzen.

«Ich hatte das seltene Glück, eine ‹Mischkarriere› durchlaufen und in meinen verschiedenen Funktionen in der Entwicklungszusammenarbeit sowie der multilateralen und bilateralen Diplomatie unterschiedliche Ansätze anwenden zu können. Nach drei Jahrzehnten bin ich mehr denn je von den Vorteilen solcher Mischkarrieren und dieser Mobilität überzeugt, sowohl in beruflicher als auch in persönlicher Hinsicht, denn die unterschiedlichen Erfahrungen waren Ergänzung und Bereicherung zugleich», meinte Botschafter Olivier Chave.

Guter Kompass und Diversität

Die Umsetzung der schweizerischen Aussenpolitik ist eine schwierige Aufgabe; das wussten alle im Bernerhof. Die Welt ist komplex und multipolar, es gibt viele globale Krisen und Herausforderungen.

Daher braucht es einen guten Kompass. Diesen liefert die Aussenpolitische Strategie 2020–2023 der Schweiz.

Ebenso wichtig ist die grosse menschliche Vielfalt innerhalb des Departements. «Jede und jeder von Ihnen, mit Ihren unterschiedlichen Profilen und Erfahrungen, hilft uns, diese Strategie im Interesse der Schweiz weltweit umzusetzen», sagte der Chef der Schweizer Diplomatie.

Die Gäste waren derselben Meinung. «Die Aufgaben und Ziele unseres Departements sind zahlreich, derweil auch innovativ, präzise und doch breit angelegt, und tragen auf Schweizer Art dazu bei, Wohlstand und Frieden in der Welt zu fördern», erklärte Corinne Corradi, die als Rednerin eingeladen war. Sie arbeitet im Kooperationsbüro in Nairobi, wo sie die Programme und Projekte der DEZA am Horn von Afrika betreut. «Jede und jeder von uns bringt ein Bündel an Instrumenten und Denkweisen mit, mit denen wir Sachverhalte und Prozesse aus unterschiedlichen Perspektive verstehen, und so gemeinsam auch neue Wege beschreiten können», sagte sie weiter.

Auch Mattia Bellini, Chef Finanzen, Personal und Administration des Kooperationsbüros und der Konsularagentur in Tadschikistan, würdigte die vielfältigen Profile, von denen seine Vertretung und die Schweiz profitieren. «Meine Kolleginnen und Kollegen haben unterschiedliche berufliche Werdegänge. Ich bin überzeugt, dass die vielfältigen Hintergründe, Fähigkeiten und Fachrichtungen eine Stärke darstellen und es uns erlauben, jeden Tag dazuzulernen und auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten: der Schweiz im Ausland zu dienen.»

Komplementarität der Generationen

Die jungen Diplomatinnen und Diplomaten brachten ihre Freude über den Beginn eines neuen Lebensabschnitts zum Ausdruck, zeigten aber auch Respekt vor den neuen Aufgaben und Hochachtung für die von ihren Vorgängerinnen und Vorgängern geleistete Arbeit.

«Wir dürfen jetzt Verantwortung übernehmen und stehen hierfür auf den Schultern aller Generationen vor uns», sagte Julia Stricker, erste Sekretärin für politische Angelegenheiten, Frieden und Sicherheit an der Ständigen Vertretung der Schweiz bei den Vereinten Nationen in New York.

«Es ist für uns alle eine Ehre und ein Privileg, im Zusammenspiel mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen dazu beizutragen, die Schweizer Interessen und Werte in diese sich schnell ändernde Welt einzubringen.»

Mit Blick auf die Botschafter Peter Burkhard und Olivier Chave äusserte sie zum Schluss den Wunsch, dass sie bei ihrer eigenen Pensionierung ebenfalls sagen könne, «dass wir den hohen Ansprüchen, die Sie und wir selbst an uns haben, gerecht geworden sind.»

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