Die Schweiz in der Internationalen Organisation der Frankophonie

Die 1970 gegründete OIF vereint Länder, die Französisch als gemeinsame Sprache haben. Sie setzt sich für die Förderung der französischen Sprache, der kulturellen und sprachlichen Vielfalt sowie für die Stärkung von Demokratie und Menschenrechten ein. Die Schweiz bringt in der OIF ihre Erfahrung als mehrsprachiges und frankophones Land und ihre Kultur des Friedens und der Demokratie ein.

Die Schweiz ist seit 1996 Mitglied der OIF und mit einem jährlichen Beitrag von vier Millionen Franken die drittgrösste Beitragszahlerin. Die Schweiz setzt sich in der Frankophonie prioritär für die Demokratie, Frieden und Menschenrechte, für die Förderung des digitalen Ökosystems im internationalen Genf und die digitale Gouvernanz sowie für die Förderung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt ein.

Die Bundesversammlung und die Frankophonie

Zehn Schweizer Parlamentarierinnen und Parlamentarier sowie zwölf Kantonsvertreterinnen und Kantonsvertreter vertreten die Schweiz in der Parlamentarischen Versammlung der Frankophonie (APF).

Der Frankophoniegipfel

Der Frankophoniegipfel ist die höchste Instanz der Frankophonie und setzt sich aus den Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der französischsprachigen Länder zusammen. Der Frankophoniegipfel findet alle zwei Jahre in einem Mitgliedsland der OIF statt und befasst sich mit einem bestimmten Thema.

Die Schweiz war 2010 Gastgeberland des 13. Frankophoniegipfels zum Thema «Herausforderungen und Zukunftsvisionen für die Frankophonie», der in Montreux durchgeführt wurde. Am 19. und 20. November 2022 fand das 18. Gipfeltreffen auf Djerba statt.

Gipfeltreffen 2022 auf Djerba

Am 19. und 20. November 2022 fand auf der tunesischen Insel Djerba der 18. Frankophoniegipfel unter dem Motto «Konnektivität in der Vielfalt: Digitalisierung als Instrument für Entwicklung und Solidarität im französischsprachigen Raum» statt.

Die Mitgliedstaaten verabschiedeten die Erklärung von Djerba und die Erklärung zur französischen Sprache in der Sprachenvielfalt der Frankophonie.

Louise Mushikiwabo wurde für eine zweite Amtszeit als Generalsekretärin der OIF bestätigt.

Anlässe der Frankophonie

Die Schweiz und ihre Auslandvertretungen nehmen jedes Jahr an verschiedenen Veranstaltungen der Frankophonie teil. So beteiligt sich die Schweiz zum Beispiel am Internationalen Tag der Frankophonie und an den Spielen der Frankophonie, die alle vier Jahre stattfinden. 

Internationaler Tag der Frankophonie

Jedes Jahr am 20. März wird der Internationale Tag der Frankophonie begangen. In der Schweiz findet dieser Anlass im Rahmen der Woche der französischen Sprache und der Frankophonie (Semaine de la langue française et de la francophonie, SLFF) statt, an der mehrere Institutionen und Nichtregierungsorganisationen mitwirken. Die Federführung der SLFF hat die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren der Westschweiz und des Tessins. Im Ausland nehmen jedes Jahr über hundert Schweizer Botschaften und Vertretungen, die vom EDA unterstützt werden, an den Veranstaltungen vom 20. März teil. 

Spiele der Frankophonie: ein künstlerischer und sportlicher Wettstreit

Alle vier Jahre finden für Jugendliche die Spiele der Frankophonie, die «Jeux de la Francophonie», statt – abwechselnd in einem Land des Nordens und des Südens. Die Wettbewerbe in den Bereichen Sport und Kultur stehen unter dem Motto der Solidarität, der Diversität und der Überwindung eigener Grenzen. Sie führen Jugendliche aus der ganzen frankophonen Welt zusammen.

2023 finden die Frankophonie-Spiele in der Demokratischen Republik Kongo statt. Auch junge Schweizerinnen und Schweizer werden daran teilnehmen.

Letzte Aktualisierung 18.11.2022

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