Erdbeben in Nepal: Die Schweiz verstärkt Einsatz vor Ort und entsendet ein medizinisches Team ins Krisengebiet

Bern, Medienmitteilung, 28.04.2015

Am Abend des 28. April 2015 fliegt im Rahmen des Moduls Mother and Child ein zehnköpfiges medizinisches Team nach Nepal ab, um im Katastrophengebiet Unterstützung bei Geburten zu leisten und chirurgische Eingriffe für Kinder durchzuführen. Die Entsendung des Ärzteteams durch die Humanitäre Hilfe des Bundes ist eine erste Folge der Evaluation der Lage nach dem verheerenden Erdbeben im Himalayagebiet durch das Soforteinsatzteam, das am 26. April 2015 ins Krisengebiet geschickt worden war.

28.04.2015: Im Rahmen des Moduls Mother and Child fliegt ein medizinisches Team nach Nepal ab, um Unterstützung bei Geburten zu leisten und chirurgische Eingriffe für Kinder durchzuführen. © EDA

Mit dem Modul „Mother and Child“ kommt ein medizinisches Soforteinsatzinstrument der Humanitären Hilfe des Bundes zum Einsatz. Am Dienstagabend werden acht medizinischen Fachpersonen und die zwei Logistiker vom Flughafen Belp nach Nepal abfliegen. Dieser Flugtransport erfolgt im Bundesratsjet in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS.

Das Soforteinsatzteam Mother and Child wurde aufgrund der Erfahrungen nach dem Erdbeben in Haiti aufgebaut. Mit medizinischem Personal können wenige Tage nach einer Katastrophe bestehende Gesundheitsstrukturen verstärkt werden. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen chirurgische Eingriffe für Kinder und die Unterstützung bei Geburten. Das Team ist mit den dafür notwendigen medizinischen Mitteln ausgerüstet. Für den Flug vom 28. April 2015 ist eine Ladung von 562 Kilogramm vorgesehen, was inklusive persönlicher Ausrüstung einem Gesamtgewicht von einer Tonne entspricht.

Die Entsendung dieses zehnköpfigen Teams hat die Schweizerische Humanitäre Hilfe nach der Evaluation des am vergangenen Sonntag entsandten Vorausdetachements beschlossen. Die aus sechs Mitgliedern bestehende Expertengruppe hat nach seiner Ankunft in der nepalesischen Hauptstadt die Situation und die Bedürfnisse in der Katastrophenregion evaluiert, die Koordination mit den Behörden und den lokalen Partnern vor Ort sichergestellt, erste Hilfsleistungen eingeleitet und die Schweizerische Botschaft und das Kooperationsbüro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA in Kathmandu unterstützt. Dieses Team wird voraussichtlich durch acht Spezialisten und Spezialistinnen des Schweizerischen Korps Katastrophenhilfe verstärkt. Eine grössere Hilfsgüterlieferung ist für Donnerstag, 30. April 2015 geplant.

 


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Entwicklung und Zusammenarbeit Nepal


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