Bilaterale Beziehungen Schweiz–Botsuana

Botsuana hat günstige Bedingungen für seinen wirtschaftlichen Aufschwung geschaffen und ist ein angesehener Partner in den internationalen Institutionen. Die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika hat ihren Sitz in der botsuanischen Hauptstadt.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Hochrangige Kontakte sind selten. Bei ihrem Engagement in Botsuana legt die Schweiz den Schwerpunkt auf die Entwicklungszusammenarbeitund zunehmend auf Handelsbeziehungen.

Bilaterale Abkommen

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Abgesehen vom Erwerb von Ausrüstungsgütern durch den Staat ist der direkte Handelsaustausch zwischen den beiden Ländern bescheiden, da Schweizer Produkte, die in Botsuana konsumiert werden, über Südafrika importiert werden. Botsuana ist Mitglied der Zollunion des südlichen Afrikas (SACU), die ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) abgeschlossen hat.

Verschiedene bereits in Südafrika tätige Schweizer Unternehmen haben Niederlassungen in Botsuana eröffnet. Das Land ist bestrebt, seine Wirtschaft zu diversifizieren und insbesondere die Finanzdienstleistungen zu fördern.

Botsuana veranlasste 2013 erstmals eine «Business Week» zur Etablierung von Kontakten zu Schweizer Unternehmen

Handelsförderung (Switzerland Global Enterprise)

Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Über die Eidgenössische Stipendienkommission für ausländische Studierende vergibt die Schweiz für das Hochschuljahr 2013–2014 zehn Stipendien an Doktorierende aus dem südlichen Afrika.

Schweizer Bundesstipendien

Friedensförderung und menschliche Sicherheit

Botsuana ist Mitglied des Genfer Zentrums für die demokratische Kontrolle der Streitkräfte (DCAF), die im Jahr 2000 auf Initiative der Schweiz geschaffen wurde.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) betreibt ein Regionalprogramm für das südliche Afrika und entwickelt einige ihrer Projekte in Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC).

Über die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ist die Schweiz an der Regionalen Initiative für psychosoziale Unterstützung (REPSSI) beteiligt. Sie sichert Kindern, die von HIV/Aids, Armut und Konflikten betroffen sind, den Zugang zu Pflege und psychosozialer Unterstützung.

Die neue Initiative zur Verbesserung des Maissaatguts im südlichen Afrika (New Seed Initiative for Maize in Southern Africa) will die Ernährungssicherheit der Landwirte in Botsuana verbessern, indem neue Saatgutsorten mit einem höheren Ertrag und einem besseren Nährwert entwickelt und gefördert werden.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Schweizerinnen und Schweizer in Botswana

Ende 2015 lebten 64 Schweizerinnen und Schweizer in Botsuana. Die Schweiz hat einen Honorarkonsul in der Hauptstadt Gaborone ernannt.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Der Bundesrat anerkannte 1966 die Unabhängigkeit des früheren britischen Protektorats Bechuanaland unter dem Namen Botsuana. Mit der Ernennung seines Botschafters in Pretoria nahm der Bundesrat 1967 diplomatische Beziehungen zu Botsuana auf. Botsuana wird in der Schweiz durch seinen in Genf ansässigen Botschafter bei den internationalen Organisationen vertreten.

Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz