Bilaterale Beziehungen Schweiz–Nepal

Die Schweiz und Nepal unterhalten langjährige und ausgezeichnete Beziehungen. Die Schweiz geniesst in Nepal hohes Ansehen dank ihrer jahrzehntelangen Entwicklungszusammenarbeit, die im Mittelpunkt der bilateralen Beziehungen steht.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die beiden Länder pflegen seit 1956 diplomatische Beziehungen. Die Schweiz geniesst in Nepal dank ihrer jahrzehntelangen Entwicklungszusammenarbeit hohes Ansehen.

Die Schweiz und Nepal haben bilaterale Abkommen über die technische Zusammenarbeit (1972), regelmässige politische Konsultationen (2015) und die Erwerbstätigkeit von Begleitpersonen (2019) abgeschlossen. 

Datenbank Staatsverträge

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Schweizer Exporte nach Nepal beliefen sich 2018 auf 78,5 Millionen CHF und betrafen hauptsächlich Edelmetalle und pharmazeutische Produkte. Die Schweizer Importe aus Nepal, namentlich Textilien und Bekleidung, beliefen sich 2018 auf 9,7 Millionen CHF.

Friedensförderung und menschliche Sicherheit

Die Schweiz engagiert sich in Nepal für den Aufbau funktionierender und inklusiver Staatsstrukturen auf nationaler und lokaler Ebene, die auf demokratischen Regeln basieren und einen nachhaltigen Wohlstand ermöglichen. Mit einem Schwerpunkt auf menschlicher Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und dem Schutz der Menschenrechte trägt die Schweiz zur Bekämpfung von Gewalt, Diskriminierung und Straflosigkeit bei.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

2019 markiert das 60-jährige Jubiläum der Aufnahme der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit zwischen der Schweiz und Nepal. Nepal ist auch heute noch ein Schwerpunktland der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Die nepalesische Regierung und die Entwicklungspartner schätzen die bedeutende Unterstützung der Schweiz zur sektoralen Entwicklung in den Bereichen lokale Gouvernanz, ländliche Infrastruktur, Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, Berufsbildung, Beschäftigung, Migration, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung und soziale Inklusion.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Schweizerinnen und Schweizer in Nepal

Ende 2018 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 101 Schweizerinnen und Schweizer in Nepal, darunter 37 Personen mit Doppelbürgerschaft.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1956 verbindet die beiden Länder eine enge Partnerschaft in der Entwicklungszusammenarbeit. Nepal ist seit 1963 ein Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz.

Nach dem Ausbruch des maoistischen Aufstands 1996 richtete die Schweiz ihr Programm neu aus: Sie unterstützte die Suche nach einer politischen Lösung des Konflikts. Das Schweizer Engagement konzentriert sich auf die Bereiche lokale Gouvernanz, ländliche Infrastruktur, Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, Migration, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung und soziale Inklusion.

1999 eröffnete Nepal eine Botschaft in Genf, und die Schweiz eröffnete 2009 eine Botschaft in Nepal.

Nepal, Historisches Lexikon der Schweiz

Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis